Politischen Hintergrund wohl ausgeschlossen
Deutscher Rot-Kreuz-Helfer im Gazastreifen entführt

Mehrere bewaffnete Palästinenser haben am Donnerstag in Chan Junis im südlichen Gazastreifen einen deutschen Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) als Geisel genommen.

HB/dpa TEL AVIV. Das berichtete Radio Israel. Wie IKRK-Sprecherin Antonella Notari der dpa-Rufa-Audiodienst in einem Interview bestätigte, wurde der 34-jährige Nikolai Panke am Mittag von vier jungen Männern verschleppt, während er Lebensmittel an obdachlose Palästinenser austeilte.

Die Geiselnehmer hätten bereits Kontakt zum IKRK aufgenommen. Man habe mehrmals mit Panke telefonieren können. Es gehe ihm gut und er sei unverletzt. Das IKRK hoffe jetzt, dass die Entführer den Helfer schnell und ohne Forderungen freilassen, sagte Notari. Über Forderungen war zunächst nichts bekannt. Der aus Hamburg stammende Panke ist seit März dieses Jahres als Rot-Kreuz-Mitarbeiter im Gazastreifen.

Der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes, Lübbo Roewer, schloss einen politischen Hintergrund aus. Es sei eher Zufall gewesen, dass ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter als Geisel genommen wurde, sagte Roewer in einem Interview mit der Rufa.

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