Polizei ermittelt
Briefkasten-Bomben halten USA in Atem

Im Mittleren Westen der USA hält die Besorgnis über eine Serie von Rohrbomben an, die ein Unbekannter den Bewohnern heimlich in die Briefkästen legt.

rtr CHICAGO. Nach der Entdeckung einer solchen Briefkasten-Rohrbombe im US-Bundesstaat Nebraska am Montag, die aber nicht explodierte, wurde nach Angaben der US-Post nun auch in Salida im Bundesstaat Colorado eine neue Rohrbombe gefunden. Spezialisten der Polizei bestätigten, das verdächtige Objekt habe Ähnlichkeit mit den mittlerweile 16 in insgesamt drei Bundesstaaten im Mittleren Westen aufgetauchten und zum Teil explodierten Rohrbomben.

Die anderen, von Briefen begleiteten Rohrbomben waren seit Freitag in den Bundesstaaten Nebraska, Iowa und Illinois aufgetaucht. Vier Briefboten und zwei Empfänger wurden bei der Explosion der mit primitiven Mitteln gebauten Bomben verletzt. Die Verletzungen waren alle nicht lebensgefährlich.

Eine FBI-Sprecherin in Denver in Colorado bestätigte, die von einem Bewohner in Salida entdeckte Bombe entspreche dem Typ der anderen. Ein Vertreter der US-Post sagte, die in Nebraska aufgetauchten Bomben wichen in einem Detail von den Bomben in Illinois und Iowa ab. So seien die Rohrbomben des Nebraska-Typs nicht explodiert, weil deren Zündmechanismus wegen schlechter Anbringung vom Rohrkörper abgerutscht sei. Eventuell sei dem Täter bei der Fahrt über Land das Klebeband ausgegangen.

Die Bundespolizei FBI vermutet einen Einzeltäter oder eine Einzeltäterin hinter der Anschlagserie, der oder die vermutlich einen Hass auf die US-Regierung habe. Aber auch eine Gruppentat könne nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei bezeichnet die Bombenserie offiziell als "Inlands-Terrorismus".

In den USA wurden in Zusammenhang mit den Rohrbomben schlimme Erinnerungen an die Serie von Anthrax-Anschlägen wach, die die Nation nach den Flugzeug-Anschlägen vom 11. September beunruhigten. Nach den Terroranschlägen in New York und bei Washington waren in den USA mehrere Briefe aufgetaucht, die tödliche Milzbrand-Viren enthielten. Mehrere Menschen steckten sich an und starben an der Krankheit.

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