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Polizei-Gewerkschaft sieht Lücken in Terrorabwehr

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält die Chancen, dass nach dem vereitelten Attentat auf den irakischen Regierungschef Ijad Allawi ein Terroranschlag islamistischer Extremisten in Deutschland gelingen könnte, für „leider enorm hoch“.

dpa OSNABRÜCK. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält die Chancen, dass nach dem vereitelten Attentat auf den irakischen Regierungschef Ijad Allawi ein Terroranschlag islamistischer Extremisten in Deutschland gelingen könnte, für "leider enorm hoch".

Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg begründete dies in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" damit, es gebe nicht genug Personal, um alle gewaltbereiten Islamisten auch nur annähernd unter dauernder Kontrolle zu halten.

Das beginne bei der in vielen Ländern kräftig ausgedünnten Polizei und ende bei den Dolmetschern, die abgehörte Telefonate möglichst schnell übersetzen müssten. Weder gebe es genug Dolmetscher für Arabisch noch hätten die Sicherheitsdienste genug Geld, die Übersetzungen zu bezahlen. Der Fall Allawi sollte deshalb alle politisch Verantwortlichen wachrütteln, dass sie diese Defizite schnell beseitigen, sagte Freiberg.

Zuvor hatte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem wahrscheinlich vereitelten Terroranschlag auf den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi positiv bewertet. "Sie zeigen, dass deutsche Behörden bisher alle Anschläge in Deutschland vereiteln konnten", sagte die Ministerin der "Berliner Zeitung".

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