Polizei gibt Warnschüsse ab
Estrada-Anhänger marschieren zum Präsidentenpalast

ap Manila. Zehntausende Anhänger des ehemaligen philippinischen Präsidenten Joseph Estrada haben am Dienstag (Ortszeit) in der Hauptstadt Manila mit einem Marsch auf den Präsidentenpalast begonnen, um den Rücktritt seiner Nachfolgerin Gloria Macapagal-Arroyo zu fordern. Ein starkes Aufgebot von Bereitschaftspolizisten versuchte die Menge mit Warnschüssen aufzuhalten.

Zuvor hatten die Demonstranten versucht, die Polizeiabsperrungen mit Lastwagen zu durchbrechen. Der Marsch der Estrada-Anhänger begann kurz nach Mitternacht. Bereits am in der Nacht zum Montag hatten rund 200.000 Anhänger des verhafteten Expräsidenten für dessen Freilassung und seine Rückkehr ins höchste Staatsamt demonstriert.

Estrada hatte seine Anhänger zur Ausweitung ihrer Proteste auf das ganze Land aufgerufen. Er war am Mittwoch vergangener Woche zusammen mit seinem Sohn Jinggoy wegen Korruption und Ausplünderung des Landes verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, sich während seiner 31-monatigen Amtszeit um umgerechnet 180 Millionen Mark bereichert zu haben. Für den 14. Mai sind auf den Philippinen Parlaments- und Kommunalwahlen angesetzt.

Präsidentin Arroyo hatte am Montag erklärt, Gegner von ihr hätten versucht, mit einem Putsch die Macht an sich zu reißen. Das Komplott in der Nacht zum Montag sei in sich zusammengefallen, sagte sie auf einer Pressekonferenz. Sie ging nicht darauf ein, wer ihren Sturz geplant habe.

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