Polizei: Kein bestellter Raub
Noch keine heiße Spur nach Gemäldediebstahl

Nach dem spektakulären Gemälderaub vom Wochenende in Berlin fehlt der Polizei weiterhin eine heiße Spur. Bis zum Nachmittag seien 17 Hinweise eingegangen, von denen aber keiner weiterführend sei, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

WiWo/ap BERLIN. Die Polizei habe neben sechs Spezialisten alle verfügbaren Beamten auf den Kunstdiebstahl angesetzt. Am frühen Samstagmorgen waren aus dem Brücke-Museum im Stadtteil Dahlem neun Gemälde berühmter Expressionisten im Wert mehrerer Mill. ? gestohlen worden.

Unter den Bilder befinden sich sechs Werke von Erich Heckel sowie je ein Bild von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Emil Nolde. Über die Hintergründe der Tat gebe es noch keine konkreten Hinweise, sagte der leitende Ermittler des Landeskriminalamtes, Andreas Grabinski. "Von einer Bestellung gehe ich nicht aus." Die neuen Bilder seien "der Reihe nach abgehängt" worden. Bei einem "bestellten" Diebstahl gebe es eher Interesse an einem bestimmten Gemälde.

Das Museum prüft nach Polizeiangaben jetzt, wie die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden könnten. Grabinski sagte, beispielsweise seien die Fenster ohne Gitter. Im Berliner Raum habe es in den vergangenen fünf Jahren immer wieder Kunstdiebstähle gegeben, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung von Gemälden der expressionistischen Künstlergruppe "Die Brücke", die sich 1905 gründete. Die gestohlenen Gemälde gelten wegen ihres hohen Bekanntheitsgrades als auf dem Kunstmarkt unverkäuflich – sowohl im In- als auch im Ausland. Experten schätzten den Wert auf mindestens zehn Mill. ?.

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