Polizei konnte Geiseln noch befreien und in psychologische Betreuung bringen
Geiselgangster erbeuten 1,1 Millionen Euro

Täter überfielen einen Beamten zu Hause und nahmen dessen Kollegen samt Familie als Geisel. Nachdem sie das gefordete Geld in einer Nationalbank in Lüttich abgeholt hatten, flüchteten sie in Richtung des Industriegebiets an der Maas.

HB/ dpa LÜTTICH. Die Täter brachten zwei Werttransport-Fahrer der Post sowie Frau und Kind der einen Geisel in ihre Gewalt, wie die Staatsanwaltschaft in Lüttich mitteilte. Eine Nacht lang hielten die Männer ihre Geiseln an einem unbekannten Ort fest und zwangen die Postbeamten am Morgen, mit ihrem Geldtransporter bei der Nationalbank vorzufahren.

Die beiden verbliebenen Geiseln tauschten sie dann gegen die Millionenbeute. Die vermummten Täter waren den Angaben zufolge bestens über den Dienstplan der Postfahrer informiert. Am Vorabend des Werttransportes überfielen sie den einen Beamten zu Hause, und nahmen anschließend dessen Kollegen samt Familie als Geisel.

Am nächsten Morgen forderten die Gangster die Postler auf, ihre Tour wie gewohnt zu beginnen. Nachdem die beiden Männer das Geld in einer Filiale der Nationalbank im Zentrum von Lüttich abgeholt hatten, dirigierten die Geiselnehmer sie in ein Industriegebiet an der Maas.

Dort fesselten sie die beiden Post-Angestellten, die Frau und das Kind und schlossen sie in dem Werttransporter ein. Sie flüchteten in einem Personenwagen. Ein Passant, der die immer noch vermummten Täter in dem Fluchtwagen sah, alarmierte die Polizei. Diese befreite die Geiseln und brachte sie in psychologische Betreuung.

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