Polizei nahm 12 Menschen fest
Schweißarbeiten lösten Brandkatastrophe in China aus

Der verheerende Brand in der chinesischen Stadt Luoyang ist offenbar durch Schweißarbeiten im Keller des Gebäudes ausgelöst worden.

ap LUOYANG. Die Polizei nahm zwölf Menschen fest, darunter vier Schweißer, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. Die vier Arbeiter verschweißten nach Polizeiangaben am Montagabend im Keller des Einkaufszentrums Verstrebungen. Dabei hätten sich heiße Materialien Stoffstücke oder Möbel entzündet. Nachdem die Schweißer das Feuer nicht mit Wasser löschen konnten, flohen sie laut Polizeidarstellung, ohne die Menschen in dem Gebäude zu warnen.

309 Menschen kamen bei dem Brand ums Leben

Ferner wurden laut Zeitungsberichten sechs bis sieben Manager und Angestellte der taiwanischen Supermarktkette Dennis festgenommen, die das Einkaufszentrum führte. Unterdessen drückte Präsident Jiang Zemin seine äußerste Beunruhigung über das Unglück aus und forderte laut Xinhua zügige Ermittlungen. Bei dem Brand kamen 309 Menschen ums Leben. Die Opfer waren neben anderen Arbeitern Gäste einer Weihnachtsparty im vierten Stock des Gebäudes. 200 Menschen entkamen dem Inferno laut der Zeitung "Luoyang Wanbao".

Unterdessen wurde bekannt, dass die Sicherheitsvorkehrungen des Gebäudes mehrmals bemängelt wurden. Vor drei Jahren erklärten Inspektoren laut Xinhua die Ausgänge des Gebäudes zu den Gefährlichsten in der Provinz Henan; dennoch wurden die Mängel nicht behoben. Die Diskothek im vierten Stock hatte Xinhua zufolge auch keine Lizenz. Laut der Tageszeitung "Nanfang Ribao" bestand das Gebäude in den vergangenen zwei Jahren 18 Sicherheitskontrollen nicht. Vier Tage vor dem Brand forderte die Feuerwehr dem Bericht zufolge die Stadt auf, das Gebäude so lange zu schließen, bis die Sicherheitsmaßnahmen verbessert worden seien.

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