Polizei räumt zwei Gleisblockaden
Atommülltransport passiert Niedersachsen

Der Atommülltransport aus den norddeutschen Atommeilern Stade und Brunsbüttel hat am Dienstagmorgen ohne größere Zwischenfälle Niedersachsen passiert und rollte durch Hessen in Richtung der deutsch-französischen Grenze.

afp HANNOVER. Wie ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Hannover weiter mitteilte, wurden am frühen Morgen bei Lüneburg und Suderburg südlich von Uelzen zwei Gleisblockaden von etwa 70 Atomgegnern durch die Polizei zügig beendet. Die Weiterfahrt des Zuges verzögerte sich demnach durch die Proteste um insgesamt rund 70 Minuten. Der Atommülltransport soll bei Wörth die deutsch-französische Grenze passieren und weiter in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague rollen. Der Zug wird am Dienstagabend gegen 22.30 Uhr im Bahnhof Nancy erwartet.

Die zwei Atommüllbehälter aus Brunsbüttel und ein einzelner Behälter aus Stade waren am frühen Morgen auf zwei Zügen zunächst zum niedersächsischen Rangierbahnhof Maschen transportiert worden. Dort wurden sie planmäßig zu einem Zug zusammengekoppelt. Zuvor hatten zwei Umweltschützer den Transport aus Stade bereits kurz hinter dem Atomkraftwerk vorübergehend gestoppt. Die zwei Aktivisten hatten sich nach Angaben der Umweltorganisation Robin Wood mit einem Ofenrohr an die Gleise gekettet. Wie der BGS mitteilte, wurde daraufhin das Gleisstück herausgesägt, um die Demonstranten frei zu bekommen. Nach dem Wiedereinbau des Gleises setzte der Zug seine Fahrt nach Maschen mit eineinhalbstündiger Verspätung fort.

Die Fahrt des zusammengekoppelten Zuges Richtung Wörth verlief nach Auflösung der beiden Gleisblockaden laut BGS zunächst planmäßig. Ohne Zwischenfälle passierte der Atommülltransprt am Morgen Hannover und Göttingen. Auch aus Hessen wurden den Angaben zufolge zunächst keine Zwischenfälle bekannt. Der Atommülltransport aus den beiden norddeutschen Atomkraftwerken ist der zweite nach La Hague innerhalb weniger Wochen. Die Transporte deutschen Atommülls zu der französischen Wiederaufarbeitungsanlage waren Mitte April wieder aufgenommen worden; gegen diesen ersten Transport seit 1998 hatte es starke Proteste gegeben.

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