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Polizei ruft Südafrikas ebay-Kunden zu Sperrung von Kreditkarten auf

Johannesburg (dpa) - Für Verwirrung hat ein Aufruf der Polizei in Südafrika an nationale Kunden des Internet-Auktionshaus ebay gesorgt, ihre Kreditkarten sperren zu lassen. In Deutschland sprach ebay-Sprecher Nerses Chopurian zwar von einer «Falschmeldung» und dementierte entsprechende Berichte.

Johannesburg (dpa) - Für Verwirrung hat ein Aufruf der Polizei in Südafrika an nationale Kunden des Internet-Auktionshaus ebay gesorgt, ihre Kreditkarten sperren zu lassen. In Deutschland sprach ebay-Sprecher Nerses Chopurian zwar von einer «Falschmeldung» und dementierte entsprechende Berichte.

Doch Südafrikas Polizeisprecherin Mary Martins-Engelbrecht kündigte für Mittwoch eine Erklärung an. Chopurian: «Wir wissen nicht, wo diese Geschichte ihren Ursprung hat. Fakt ist, dass ebay-Datenbanken nicht gehackt worden sind.» Auf ihrer Homepage (www.419legal.org) warnte Südafrikas Polizei am Dienstag weiter vor möglichem Missbrauch und sprach von Kontaktaufnahme mit dem US-Geheimdienst.

Wie die für Wirtschaftsverbrechen zuständige Abteilung der südafrikanischen Polizei auf ihrer Homepage berichtet, hatte sie am 6. Juli entsprechende Informationen erhalten. Demnach hätte nigerianische Trickbetrüger die Sicherheitsbarrieren «eines in den USA angesiedelten Auktionshauses geknackt, dessen Kunden-Datenbasis gestohlen wurde. Die Organisation ist bekannt als ebay.» Auf der Kopie des Informanten hätten sich die Daten tausender Kunden, meist aus den USA, befunden.

Die Polizei hatte demnach entdeckt, dass die Daten an die nigerianischen Betrüger weitergeleitet worden war und sich daher zur öffentlichen Warnung entschlossen. Auf der Homepage heißt es: «Der Fall wird zur Zeit von der auf Wirtschaftsdelikte spezialisierten (Polizei-)Abteilung in Johannesburg untersucht, und die Information wurde auch an den US-Geheimdienst weitergeleitet. Keine Seite hat bisher von E-bay.com eine Rückmeldung erhalten.» In Berlin erklärte ebay-Sprecher Chopurian: «Wir stehen mit den internationalen Strafverfolgungsbehörden in Verbindung, um weitere Hintergrundinformationen über diese Falschmeldung in Erfahrung zu bringen.»

Die südafrikanische Zeitung «This Day» (Dienstag-Ausgabe) berichtete, es über zu Schaden gekommene Südafrikaner sei nichts bekannt. Nach ihrer Darstellung gelangten die Daten an nigerianische Betrüger in Deutschland. Das Blatt zitiert Inspektor Rian Visser: «Unter den entdeckten Namen waren nur sechs Südafrikaner, und wir haben diesen Personen zur Sperrung ihrer Kreditkarten geraten. Aber nicht alle Datenbasen wurden gefunden, und wir rufen andere Südafrikaner zur Sperrung ihrer Kreditkarten auf, wenn sie mit ebay gehandelt haben.»

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