Polizei soll hunderte Mönche und Nonnen vertrieben haben
China geht hart gegen tibetische Geistliche vor

ap PEKING. Bewaffnete chinesische Sicherheitskräfte haben nach einem Bericht des Informationsnetzes für Tibet hunderte tibetische Nonnen und Mönche aus einem Kloster vertrieben. Die in London ansässige Gruppe berichtete am Montag, den Buddhisten sei Haft angedroht worden, sollten sie in das Serthar-Institut in der Provinz Sichuan zurückkehren. Ihre Unterkünfte seien zerstört worden. Einige der Vertriebenen sollen zur Unterschrift unter Erklärungen gezwungen worden seien, in denen der Dalai Lama verurteilt wird.

Das Informationsnetz für Tibet bezeichnete die Ausweisungen als Teil einer systematischen Auflösung des Klosters durch Provinzbehörden und die Regierung in Peking. Nach Darstellung der tibetischen Exilregierung in Indien hatte das Institut gänzlich unpolitischen Charakter. Die Polizei wollte sich nicht zu den Berichten äußern. Die chinesische Regierung betrachtet buddhistische Einrichtungen oftmals als potenzielle Keimzelle für Widerstand gegen die chinesische Herrschaft über Tibet. China hält Tibet seit 1950 besetzt. Nach dem gescheiterten Aufstand der Tibeter 1959 floh der Dalai Lama mit 100 000 Anhängern nach Indien.

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