Polizei verhinderte Gleisblockade im Elsass
Deutsche Castoren erreichen Verladebahnhof von La Hague

Ohne weitere Zwischenfälle hat der erste Atomtransport aus Deutschland seit den Terroranschlägen vor einem Monat den Verladebahnhof von La Hague in Frankreich erreicht. Der Zug fuhr am Donnerstagvormittag in Valognes ein, wie eine Sprecherin der La-Hague-Betreiberin Cogema mitteilte.

ap VALOGNES. Dort werden die sieben Behälter mit abgebrannten Brennstäben auf Lastwagen umgeladen und bis Samstag in die nahe Wiederaufarbeitungsanlage gebracht.

Französische Atomkraftgegner versuchten am Mittwochabend im Elsass und in Lothringen vergeblich, den Zug aufzuhalten. In Hoenheim bei Straßburg seien die Demonstranten von der Polizei an einer Gleisblockade gehindert worden, berichtete das Netzwerk für den Atomausstieg. Rund 40 Umweltschützer protestierten in Nancy bei der Durchfahrt des Zuges. Der Zug erreichte den Bahnhof in der Normandie nach Angaben der Cogema mit nur zehn Minuten Verspätung. Greenpeace kritisierte den Atomtransport wegen der aktuellen Sicherheitslage als verantwortungslos. Die Behälter aus den Atomkraftwerken Brunsbüttel, Stade und Mülheim-Kärlich seien völlig unzureichend gegen mögliche Unfälle und Anschläge gesichert.

Der Zug passierte am Mittwochabend die deutsch-französische Grenze bei Lauterburg. Vor allem in Norddeutschland war es zuvor zu zahlreichen Blockaden gekommen. Greenpeace-Aktivisten hängten sich in der Nähe von Brunsbüttel mit Seilen unter eine Brücke, was den Zug für rund eineinhalb Stunden aufhielt. Weitere Gleisblockaden gab es bei Bremen, Hamburg, Maschen, Münster sowie Neuwied am Rhein.

Wie das Netzwerk für den Atomausstieg weiter berichtete, ist ein neuer Transport nach La Hague und in die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield für den 17. und 18. Oktober vorgesehen.

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