Polizeiaussage
Verdächtiger gesteht Beteiligung an Bali-Anschlägen

Ein Indonesier, dessen Minivan für den Anschlag auf der Insel Bali genutzt wurde, hat nach Polizeiangaben eine Beteiligung an dem Attentat vom 12. Oktober gestanden. Mit den vom ihn preisgegebenen Informationen ist der Polizei offenbar ein wichtiger Durchbruch in den Ermittlungen gelungen.

Reuters JAKARTA. Polizeichef Da'i Bachtiar sagte am Donnerstag, der Verdächtige namens Amrozi habe der Polizei eine Menge Informationen über die Hintergründe des Anschlags gegeben, bei dem fast 200 Menschen getötet wurden. Die meisten von ihnen waren ausländische Touristen. Auf die Frage von Journalisten, ob Amrozi das mit Sprengstoff beladene Auto vor dem Nachtclub auf Bali abgestellt habe, sagte Bachtiar: "Die Gruppe bestand aus mehreren Leuten, die sich die Arbeit geteilt haben. Unter ihnen war mit Gewissheit auch Amrozi, der zugegeben hat, dass er dort war und Aufgaben verteilt hat."

Die Polizei hatte die Festnahme des Verdächtigen Anfang dieser Woche bekannt gegeben. Er ist der erste namentlich bekannte Verdächtige. Zu den Anschlägen hat sich bislang niemand bekannt. Experten sehen aber die Gruppe Jemaah Islamiah als Drahtzieherin. Sie gilt als Ableger der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden. Sie wird von den USA für die Anschläge vom 11. September in New York und Washington verantwortlich gemacht.

Den Anführer der Jemaah Islamiah, Abu Bakar Bashir, hat die Polizei festgenommen, allerdings nicht wegen der Anschläge auf Bali, sondern wegen des Verdachts der Beteiligung an Bombenannschlägen an Heiligabend 2000. Zudem wird er verdächtigt, an einer Verschwörung zur Ermordung von Präsidentin Megawati Sukarnoputri beteiligt gewesen zu sein.

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