Polizistin mutmaßliche Täterin
Frau in Kirche ermordet

Nach dem gewaltsamen Tod einer 48- jährigen Frau in einer Kirche in Euskirchen bei Bonn ist eine geistig verwirrte Polizistin als mutmaßliche Täterin in eine geschlossene psychiatrische Anstalt gebracht worden.

HB/dpa EUSKIRCHEN/BONN. Die 34-jährige Polizistin, die bereits seit Monaten dienstunfähig war, hat nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen ihr Opfer vermutlich zufällig ausgewählt und erwürgt. Sie sei nach der Tat nicht ansprechbar gewesen und zunächst auch nicht vernehmungsfähig, hieß es am Freitag von der Bonner Staatsanwaltschaft.

Die bereits seit Monaten wegen einer schweren körperlichen Krankheit dienstunfähige und suspendierte Polizistin war noch am Tatort festgenommen worden. Bislang gebe es keine Hinweise auf ein Motiv, hieß es am Freitag von der Polizei in Bonn. Die Polizistin kommt aus Euskirchen, ihr Dienstort war Köln. Möglicherweise war sie zur Tatzeit nicht schuldfähig.

Es sei wahrscheinlich, dass es keine Täter-Opfer-Beziehung gebe und die verstörte Frau ihr Opfer zufällig ausgewählt habe, hieß es von der Polizei. Die Leiche werde obduziert. Sie habe Merkmale von Gewaltanwendung am Hals aufgewiesen. Offenkundig habe sich das Opfer in einem Kampf stark gewehrt. Eine 71-jährige Zeugin hatte die leblose Frau am Donnerstagnachmittag in der Pfarrkirche Herz Jesu im Stadtzentrum von Euskirchen entdeckt und die Polizei alarmiert. Möglicherweise lauerte die Polizistin dort auf ein Opfer.

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wollte am Freitagabend in der Kirche einen Bußgottesdienst abhalten, wie ein Sprecher des Erzbistums sagte. Damit solle nach Kirchenrecht die durch die Tat verletzte Heiligkeit der Kirche wieder hergestellt werden. Nach Kirchenrecht können heilige Orte durch Gewaltakte oder frevelhafte Taten entweiht werden.

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