Polnische Ärzte untersuchten über 600 Soldaten
In Polen kein Hinweis auf Gefährdung durch Uran-Munition

ap WARSCHAU. Untersuchungen von mehr als 600 polnischen Kosovo-Soldaten haben nach den Worten von Verteidigungsminister Bronislaw Komorowski bislang keinen Hinweis auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch uranhaltige Munition ergeben. Ein polnisches Ärzteteam führt die Untersuchungen an 538 Soldaten und 90 Polizisten durch, die im Kosovo als Friedenshüter eingesetzt sind. Ferner werden Boden, Wasser und Nahrungsmittel überprüft. "Ich kann vorläufig sagen, dass die Ärzte mit guten Nachrichten zurückkommen", sagte Komorowski am Sonntag der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Die Region, in der das Bataillon stationiert sei, sei weitgehend gefährdungsfrei. Die Mediziner werden am Montagabend zurück erwartet; ihr Abschlussbericht soll binnen zwei Wochen vorliegen.

Nach dem Krebstod mehrerer Soldaten wurden in den vergangenen Tagen Befürchtungen laut, dass ihre Erkrankung auf die Verwendung uranhaltiger Nato-Munition auf dem Balkan zurückzuführen sei.

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