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Pompöse Kirche von Stararchitekt Renzo Piano in Italien eröffnetDPA-Datum: 2004-07-01 18:37:11

San Giovanni Rotondo (dpa) - Nach zehnjähriger Bauzeit ist in Süditalien eine gigantische Kirche des Stararchitekten Renzo Piano eröffnet worden. Das Gotteshaus im apulischen Dorf San Giovanni Rotondo gilt als eine der größten Kirchen der Welt und ist dem Heiligen Padre Pio gewidmet, der von Millionen Katholiken verehrt wird.

San Giovanni Rotondo (dpa) - Nach zehnjähriger Bauzeit ist in Süditalien eine gigantische Kirche des Stararchitekten Renzo Piano eröffnet worden. Das Gotteshaus im apulischen Dorf San Giovanni Rotondo gilt als eine der größten Kirchen der Welt und ist dem Heiligen Padre Pio gewidmet, der von Millionen Katholiken verehrt wird.

Die Kirche bietet Platz für 7000 Gläubige, allein der Vorhof fasst 40 000 Menschen. Insgesamt habe der Bau zwischen 30 und 35 Millionen Euro gekostet, berichteten italienische Zeitungen am Donnerstag.

Piano hat sich für die moderne Konstruktion spektakuläre Formen ausgedacht: Über den pompösen Naturstein- und Stahlbögen öffnet sich ein gefächertes Dach in Richtung Kirchplatz. Unter anderem realisierte der Baumeister auch den mit 50 Metern Spannweite größten Steinbogen der Welt. Die Kirche ist das erste Gotteshaus des weltweit renommierten Architekten aus Genua, der auch das Centre Pompidou in Paris geschaffen hat und die Neugestaltung des Potsdamer Platzes in Berlin.

Er habe den Auftrag nicht aus finanziellen Gründen angenommen, sondern um einer inneren und spirituellen Dimension Ausdruck zu verleihen, sagte Piano. Dabei habe er viel mit Holz und Naturstein gearbeitet, «weil diese beiden Elemente für mich den Charakter und die Menschlichkeit von Padre Pio am besten widerspiegeln».

Der 1968 im Alter von 81 Jahren gestorbene Kapuzinermönch hatte bis zu seinem Tod in San Giovanni Rotondo gewirkt. Bereits kurz nach seinem Eintritt ins Kloster sollen an seinen Händen und Füßen die «Wundmale Christi» aufgetreten sein. Bis heute werden Padre Pio zahlreiche Wunder zugeschrieben, so dass der Ort, der selbst nur 27 000 Einwohner hat, zu einem der weltgrößten Wallfahrtsorte wurde. Vor zwei Jahren sprach Papst Johannes Paul II. den Mönch vor hunderttausenden Gläubigen heilig. Durch Renzo Pianos Gotteshaus soll jetzt auch der zuletzt rückläufige Besucherstrom neu angekurbelt werden.

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