Popkomm eröffnet
BMG Europa-Chef fordert europäische Zusammenarbeit in der Musikindustrie

dpa KöLN. Mit einem Appell zur stärkeren Zusammenarbeit der Musikindustrie in Europa ist am Donnerstag die Musikmesse Popkomm in Köln eröffnet worden. In einer solchen Kooperation und schärferen Gesetzen zum Schutz des Urheberrechts sieht der Präsident der BMG Europa, Thomas M. Stein, eine Chance, den schwächelnden Musikmarkt zu stabilisieren. Der fast elfprozentige Umsatzeinbruch beim CD-Verkauf im ersten Halbjahr 2001 vor allem durch illegales CD-Brennen sei zwar eine dramatische Entwicklung, sagte er. Dennoch werde die Industrie den Wandel hin zur digitalen Verbreitung der Inhalte gut überstehen.

Eine stärkere europäische Kooperation sei beispielsweise nötig, um den USA Paroli bieten zu können. Außerdem setzt Stein seine Hoffnungen auf die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht. Damit würden die Rechte der Branche gestärkt. Auch die Herausforderungen des Internets könnten gemeistert werden, da Musik und nicht CDs verkauft würden. Er verglich die jetzige Situation mit der Anfang der 80er Jahre, als die Industrie von Vinyl-Platten auf CDs umstellte.

Auf der Popkomm präsentieren sich drei Tage lang 838 Aussteller aus 33 Ländern, darunter Plattenfirmen und Musikverlage. Das sind fast 90 Aussteller weniger als im vergangenen Jahr, was vor allem durch den Wegfall vieler Internetfirmen zu erklären sei, meinte Uli Großmaas, Geschäftsführer der Messe Musik Komm. Dafür würden bis zu 20 000 Fachbesucher erwartet.

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