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Popnet verkauft Hauptgeschäftsbereich

Der insolvente IT PopNet Internet AG-Dienstleister hat erste Erfolge bei dem Verkauf von Geschäftsbereichen erzielt und damit ein Kursfeuerwerk seiner am Neuen Markt notierten Aktie ausgelöst.

rtr HAMBURG. Die Anteilsscheine stiegen zeitweise um über 230 % auf 1,32 ?. Wie Popnet am Donnerstag in Hamburg mitteilte, wird die Next Evolution AG zum 1. Dezember den Hauptgeschäftsbereich der hundertprozentigen Popnet DD Synergy AG-Tochter im Zuge eines Management Buy-Outs übernehmen. Next Evolution ist nach eigenen Angaben vor Kurzem von dem DD Synergy-Gründer, Ralf Peters, gegründet worden. Über vertragliche Details sei Stillschweigen vereinbart worden.

Bis zum Übernahmezeitpunkt sei eine Kooperationsvereinbarung getroffen worden, die den reibunglosen Übergang des Geschäftsbetriebes gewährleiste, teilte Popnet weiter mit. Das Übernahmeangebot gelte für alle ehemaligen Mitarbeiter des Hauptgeschäftsbereichs, der DD Synergy eSolutions GmbH. Auf diese Weise werde gewährleistet, dass Kundenbeziehungen keinen Schaden nähmen und laufende Projekte durch die Mitarbeiter weiter fortgeführt werden könnten. Über weitere Sanierungsmaßnahmen des Kerngeschäfts der Popnet-Gruppe würden derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren geführt, hieß es. Next Evolution wird nach eigenen Angaben ihre Arbeit am 1. Dezember aufnehmen. Das Umsatzziel für 2002 belaufe sich auf 30 Mill. DM. "Und wir werden wie in den vergangenen Jahren profitabel sein", teilte Peters mit. Die Kunden der bisherigen DD Synergy würden in den nächsten Tagen über die Neuerungen informiert.

Ende September stellte die Hamburger Popnet auf Grund von Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Zuvor hatte die Commerzbank "aus wichtigem Grund und mit sofortiger Wirkung" eine Kreditlinie in Höhe von 17,5 Mill. DM gekündigt. Anfang Oktober verlor das Unternehmen seine beiden Betreuerbanken, das Bankhaus Sal. Oppenheim und die Commerzbank.

Den rasanten Kursanstieg der Popnet-Aktie führten Händler auf aufkeimende Hoffnung über eine mögliche Rettung des IT-Dienstleisters zurück. "Ich habe große Hoffnung, dass das Unternehmen noch gerettet wird", sagte ein Händler. "Ich denke, die haben auch Sachen, die es wert sind, gerettet zu werden", fügte er hinzu. Am Nachmittag lag der Titel noch mit mehr als 123 % im Plus bei 0,87 ?.

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