Popularitäts-Tiefs aufgepeppt
Schlacht zwischen Bohlen und Feldbusch ist Gold wert

Es war eine mediale Schlammschlacht, die sich Verona Feldbusch und ihr Ex-Mann Dieter Bohlen in dieser Woche lieferten. Einen Höhepunkt erreichte der verbale Schlagabtausch um Handgreiflichkeiten in der fünf Jahre zurück liegenden Ehe der beiden Prominenten mit dem Auftritt Bohlens in der "Johannes B. Kerner"- Show am Donnerstagabend im ZDF.

dpa HAMBURG. Ob der öffentlich ausgetragene Streit damit auch zu Ende ist, steht in den Sternen. Denn so lange aus Auseinandersetzungen zwischen Prominenten ein Mehrwert für Boulevardzeitungen oder TV-Talkshows herauszuholen ist, bleiben diese Themen am Kochen. Die Affären von Tennis-Star Boris Becker oder die Beziehungsgeschichte um Sabine Christiansen, ihren Mann Theo Baltz, Ulla Kock am Brink und deren Lebensgefährten Alfred Bremm haben die Medien auch wochenlang beschäftigt.

Der Streit zwischen Feldbusch und Bohlen über ihre "Blitzehe" ist zwar altbekannt, flackerte aber in dieser Woche plötzlich erneut auf. Erst provozierte der 47-jährige Pop-Millionär die 33-jährige Entertainerin in einem Interview mit der "Hamburger Morgenpost", dann schlug sie am Mittwoch in einer Sonderausgabe der "Johannes B. Kerner"-Show zurück und erklärte unter Tränen, er habe sie damals geschlagen. Bohlen wehrte sich bei Stefan Raab ("TV Total") am selben Abend und in der "Bild"-Zeitung und sagte: "Sie lügt". Der Modern Talking-Star schaltete wegen "übler Nachrede" einen Rechtsanwalt ein und saß am Donnerstag dann ebenfalls bei Kerner auf der TV-Couch. Was noch ausstand: Veronas Auftritt am Freitagabend bei Harald Schmidt in SAT.1.

Der kurze Intensiv-Einsatz des Streit-Duos Bohlen/Feldbusch im Zusammenspiel mit den Medien kommt allen zugute: den Zeitungen und ihren Auflagen, den Talks und ihren Quoten und den Stars und ihrem Marktwert. Für die Kontrahenten ist der öffentliche Streit kaum mit Gold kaum aufzuwiegen: Von Modern Talking gibt es musikalisch derzeit nichts Besonderes zu berichten; Verona, deren Vermögen bereits auf einen zweistelligen Millionen-Betrag taxiert wird, droht trotz Werbepräsenz und Gala-Auftritten mit der neuen SAT.1-Reihe "Einfach Verona!" eine Bauchlandung wegen eines ungünstigen Sendeplatzes am Samstag um 18.00 Uhr.

Auch Prominente leiden wie alle anderen unter Liebe und Hass. Der kleine Unterschied zum Normalbürger, der nach einer zerrütteten Ehe oft vor dem finanziellen Ruin steht, besteht aber darin, dass im Falle Bohlen/Feldbusch quasi auf Knopfdruck der Marktwert beider um Mill. steigen kann. Ein Widerspruch, der viele Menschen, wie Anrufe beim ZDF und Straßenumfragen unterstrichen, auf die Idee bringen könnte: Veronas Tränen mögen echt gewesen sein, sie kannte aber auch ihren Marktwert und ließ deswegen die Tränen-Passage aus der Kerner-Show nicht herausschneiden.

Auch Elizabeth Taylor und Richard Burton küssten und schlugen sich. Ihrer Prominenz hat die private Auseinandersetzung, die über viele Akte ging, nur geholfen. Bei Bohlen/Feldbusch ist der Schluss noch nicht abzusehen, auch wenn Moderator Kerner von einem "natürlichen Ende" sprach. Wer kann jetzt schon wissen, ob die beiden sich zum 10. Jahrestag ihrer ehelichen Auseinandersetzung nicht wieder beharken?

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