Popularitätsgewinn für den Vizepräsidenten
Gore schlägt Bush nach Nominierungsrede in Umfrage

Nach Abschluss des demokratischen Nominierungsparteitags ist der Präsidentenwahlkampf in den USA in eine neue Phase eingetreten. Der republikanische Kandidat George W. Bush bereiste Tennessee, den Heimatstaat seines demokratischen Konkurrenten. Auch Vizepräsident Al Gore begab sich auf Wahlkampfttour. Er brach von Los Angeles aus in den noch als unentschlossen geltenden Mittleren Westen auf. In einer Meinungsumfrage nach Gores Abschlussrede auf dem Parteitag überholte der der Vizepräsident den bisher führenden Bush.

ap BARTLETT. Der Gouverneur von Texas reagierte gelassen auf die Zahlen. "Wir sollten jetzt alle tief durchatmen und die Dinge sich setzen lassen", sagte er auf dem Flug nach Tennessee. "Es ist ja noch nicht einmal der Tag der Arbeit." Der Feiertag, der in den USA am 4. September begangen wird, läutet traditionell die heiße Phase des Wahlkampfs ein. Vor Tausenden Anhängern in Bartlett bei Memphis rief Bush aus: "Nun, da die Parteitage vorbei sind, sind die Kampflinien klar. Die Wähler haben eine klare Wahl."

In der Blitzumfrage des Fernsehsenders NBC kam Gore auf 46 und Bush auf 43 Prozent. Die Fehlerquote lag bei 4,4 Prozent. Nach Angaben der Meinungsforscher wird in solchen Umfragen eine emotionale Reaktion auf Großereignisse gemessen; ein stabiler Trend werde damit nicht unbedingt wiedergegeben.

Gores Schiffsreise auf dem Mississippi ist ein weiterer Versuch, aus dem Schatten von Präsident Bill Clinton zu treten. "In diesem Kampf geht es um die Zukunft unseres Landes und dem Schicksal der arbeitenden Familien", sagte er in Wisconsin. "Vergesst niemals, dass das ein Kampf ist."

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