Pornoverbot wird nicht weltweit umgesetzt
Yahoo durchbricht im Ausland den eigenen Porno-Bann

Das Internet-Portal Yahoo setzt sein freiwilliges Verbot von Pornographie auf seinen Internetseiten offenbar nur habherzig um.

ddp SAN FRANCISCO. Wie der Informationsdienst CNet berichtet, hat Yahoo zwar seine Ankündigung wahr gemacht, Händlern auf amerikanischen Seiten von Yahoo den Verkauf von Sex-Videos und anderen Rotlicht-Artikeln zu verbieten. Bei den Web-Auftritten in anderen Ländern setzt sich der Porno-Bann jedoch nicht durch. CNet nennt explizit den deutschsprachigen Ableger von Yahoo , bei dem unter anderem weiterhin Werbebanner mit erotischem Inhalt zu sehen seien.

Yahoo-Sprecherin Nicki Dugan bestätigte gegenüber CNet, dass das Porno-Verbot auf Yahoo-Seiten nicht weltweit umgesetzt werde. Während die Direktive für die US-Seite bindend sei und dort schon seit Monaten keine Werbebanner mehr von Sex-Sites gebucht werden könnten, müssten die Filialen in anderen Ländern lediglich die dortigen Gesetze und Sitten respektieren. Claudia Strixner, Pressesprecherin bei Yahoo Deutschland, dementierte die Existenz von "Erwachsenen-Inhalten" auf den deutschen Yahoo-Seiten.

Für Yahoo ist das Problem nicht neu. In einem Musterprozess hatten französische Holocaust-Gedenkgruppen im vergangenen Jahr vor Gericht erfolgreich erwirkt, dass Yahoo Staatsbürgern aus Frankreich den digitalen Zugang auf das amerikanische Yahoo-Angebot verwehren musste, weil dort Nazi-Devotionalien frei verkäuflich sind.

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