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Porsche bleibt optimistisch

Der Sportwagenhersteller Porsche hat sich trotz der wirtschaftlichen Folgen der Anschläge in den USA vom 11. September für sein eigenes Geschäft zuversichtlich gezeigt. Weltweit liege der Auftragseingang unter dem Strich derzeit auf dem Rekordniveau des Vorjahres, teilte Porsche am Dienstag in Stuttgart mit.

rtr FRANKFURT. Insgesamt gehe man für das laufende Geschäftsjahr 2001/02 "unverändert von einer guten Ergebnissituation" aus. Im September ging der Absatz von Porsche auf seinem Hauptabsatzmarkt Nordamerika allerdings um 19 % auf 991 Fahrzeuge zurück. Eine Bewertung der mittelfristigen Absatzlage in den USA sei aber erst möglich, wenn die zuletzt präsentierten neuen Modelle voll in den Markt eingeführt seien.

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller verkauft auf dem nordamerikanischen Markt traditionell etwa die Hälfte seiner gesamten Produktion. Finanzexperten gehen davon aus, dass die Folgen der Anschläge auf das World Trade Center und das US-Verteidigungsministerium auch die zuletzt ohnehin schwächere Autokonjunktur in den USA belasten werden. Im Geschäftsjahr 2000/01 (zum 31. Juli) hatte Porsche seinen Absatz um knapp zwölf Prozent auf 54 586 Fahrzeuge gesteigert. Der Gewinn vor Steuern war erstmals auf mehr als eine Milliarde Mark nach knapp 850 Mill. DM im Vorjahr gestiegen.

Zu den Auswirkungen der Anschläge auf das eigene Geschäft teilte Porsche nun mit, der Verkaufsrückgang in Nordamerika sei angesichts des Schocks in der Bevölkerung nach den Anschlägen nachvollziehbar. "Erfreulicherweise registrieren wir jedoch kaum Abbestellungen", ergänzte der Nordamerika-Chef von Porsche, Frederick Schwab.

Die weltweite Nachfrage nach Porsche-Fahrzeugen auf anhaltend hohem Niveau sei gleichwohl bemerkenswert, da die neuen Modelle 911 Targa und der vierradgetriebene Carrera 4S erst im Dezember - in Nordamerika sogar erst im Februar - an Händler ausgeliefert würden, hieß es weiter. "Auf Grund der weltweit unverändert guten Nachfrage, wobei vor allem die europäischen Hauptmärkte die aktuell verhaltene Marktreaktion in den USA weitgehend kompensieren konnten, sieht Porsche deshalb aus heutiger Sicht keinen Anlass, seine Produktionspläne zu revidieren", erklärte das Unternehmen.

Porsche profitiert zurzeit von der hohen Nachfrage nach zuletzt eingeführten hochpreisigen Modellen wie etwa dem 911 Turbo. Porsche deutete an, dass diese Entwicklung auch im Jahr 2001/02 das Ergebnis begünstige. Selbst wenn der Rekord-Absatz des Vorjahres in der laufenden Periode nicht erreicht werden sollte, würden Umsatz und Ertrag von dem besseren Modell-Mix profitieren. "Schon deshalb geht Porsche auch unverändert von einer guten Ergebnissituation aus, zumal dem Unternehmen ein höheres Absicherungsniveau für Fremdwährungen - wie dem US-Dollar - zu Gute kommen wird", hieß es.

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