Porsche
Kommentar: Wiedeking setzt auf den Cayenne

Markengurus sind sich weitgehend einig: Das Sportwagen-Image der Marke Porsche wird unter der Einführung des neuen Geländewagens Cayenne leiden. Doch Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hält dagegen und argumentiert, dass sich Marken, wenn genügend Zeit eingeplant wird, durchaus dehnen lassen.

Sieben Jahre sind seit der Ankündigung des Stuttgarter Autobauers, einen Geländewagen zu bauen, bis zum Produktionsstart am gestrigen Dienstag in Leipzig vergangen. Doch erst die Verkaufszahlen im nächsten Jahr werden die Antwort geben, ob die Zeit gereicht hat.

Für Porsche steht mit der Produktausweitung sehr viel auf dem Spiel. Umsichtig hat zwar Wiedeking bislang mit dem Geländewagen gefährliche Kurven genommen. Doch die schwierigste steht jetzt mit der Markteinführung bevor. Der Geländewagen wird für manchen Porsche-Fan gewöhnungsbedürftig sein, da er aus dem Hause Porsche ein solches Gefährt nicht gewohnt ist. Wiedeking wird die ganze Klaviatur des Marketings geschickt spielen müssen, um den Geländewagen ebenso begehrenswert wie den 911er zu machen. Außerdem darf es auch bei der Produktion des Cayenne - nach dem 911er und dem Boxster die dritte Baureihe im Unternehmen - keine Pannen geben. Qualitätsmängel beispielsweise würden dem Image sehr schaden.

Verkauft sich der Cayenne gut, dann werden sich auch die Aktionäre freuen. Die Entwicklungskosten des Cayenne haben die Stuttgarter bereits abgeschrieben. Das Fahrzeug wird deshalb den Gewinn noch schneller als den Umsatz steigen lassen. Für Porsche, ohnehin schon jetzt der profitabelste Autobauer der Welt, bedeuten drei Baureihen noch mehr Effizienz. Eine vierte Baureihe würde die Effizienz natürlich noch weiter verbessern. Ein Grund, warum Wiedeking auch sie bereits in der Planung hat.

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