Porsche nur begrenzt verfügbar - Schlechte Absatzlage bei VW
Deutsche Premiummarken behaupten sich amUS-Automobilmarkt

Die deutschen Automobilhersteller haben sich im ersten Halbjahr dem Trend auf dem US-Markt entgegen gestellt. Vor allem die Premium-Anbieter Audi AG, Ingolstadt, und noch deutlicher die BMW AG, München, konnten hier unerwartet hohe Zuwachsraten verzeichnen.

vwd HAMBURG. Aber auch die US-Hersteller wurden weniger hart getroffen als zu Jahresbeginn angenommen. Insbesondere der Monat Juni wirkte sich positiv aus, wobei sich hier auch die fallenden Benzinpreise eine Rolle spielten. Insgesamt zeigte sich der US-Markt mit 8,7 (9,1) Millionen abgesetzten Fahrzeugen stabiler als erwartet.

Die mit Abstand erfreulichste Entwicklung verzeichnete BMW of North America mit einem Absatzplus von 21 % in den ersten sechs Monaten, allein im Juni war eine Steigerung von 32 % gelungen. Hier schlugen sich der Erfolg der 3er-Reihe sowie des Geländewagens X5 nieder.

VW musste Minus verbuchen



Auch Audi of America erzielte mit einem Plus von 7,3 % im ersten Halbjahr eine Rekordmarke. Die Muttergesellschaft VW musste dagegen in diesem Zeitraum auf Grund der sehr schlechten Absatzlage in den ersten Monaten noch ein Minus von 3,7 % verbuchen. Ein Erreichen des Ziels, auf Konzernebene im Gesamtjahr auf dem US-Markt noch ein Plus von fünf bis zehn Prozent zu bewerkstelligen, wurde bei Analysten als eher unwahrscheinlich gehalten.

Mercedes besser als Chrysler



Mercedes-Benz USA verharrte zur Jahresmitte mit 100 216 (100 399) Fahrzeugen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Chrysler Group musste dagegen trotz eines Absatzzuwachses im Juni um zwölf Prozent im Sechs-Monats-Abschnitt ein Minus von zehn Prozent auf 1,210 Millionen Stück hinnehmen.

Porsche nur begrenzt verfügbar



Ebenfalls positiv konnte die Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, ihre Absatzlage um sechs Prozent auf 13 800 (13 015) Einheiten verbessern. Der Rückgang im Juni um drei Prozent wurde mit der begrenzten Verfügbarkeit der Sportwagen begründet. An einer nachlassenden Nachfrage habe die geringere Zahl von Auslieferungen an die Kunden nicht gelegen.

Sinkender Absatz bei GM und Ford

Die US-Hersteller mussten auf ihrem Heimatmarkt zwar rückläufige Absätze hinnehmen, allerdings in einem geringeren Ausmaß als prognostiziert. Bei der General Motors Corp (GM), Detroit, wurde beispielsweise im Juni der deutlich gesunkene Pkw-Absatz (minus 13,5 %) teilweise durch den gestiegenen Nutzfahrzeug-Absatz (plus 8,6 %) kompensiert. GM bestätigte, im dritten Quartal 1,235 Mio Automobile zu produzieren, was einem Minus von 6,4 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entsprechen würde. Bei der Ford Motor Co, Dearborn, sank der Absatz im Juni um 6,6 %, im Mai hatte der Rückgang sogar 11,6 % betragen.

Preisnachlässe drücken Gewinnmargen



"Die fallenden Benzinpreise haben im Juni die Nachfragspitzen abgedeckt", erklärte Analyst Patrick Juchemich von Sal. Oppenheim. Nach wie vor sei aber das Problem im US-Markt vorhanden, dass durch teilweise deutliche Preisnachlässe die Margen geringer seien. Für das Gesamtjahr werde er möglicherweise die zu Jahresbeginn abgegebene Absaz-Prognose von 15,8 (17,4) Millionen Einheiten nach oben korrigieren.

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