Porsche profitiert erneut vom Cayenne
BMW steigert US-Absatz im Mai deutlich

Die Mehrzahl der deutschen Autohersteller hat im Mai arbeitstäglich bereinigt mehr Autos in den USA verkauft als vor einem Jahr. Nur VW und die Konzerntochter Audi fanden weniger Käufer für ihre Fahrzeuge. Analysten sprachen von einer ersten leichten Belebung des Marktes in diesem Jahr, wobei jedoch von den US-Konzernen lediglich General Motors ein Absatzplus erzielte.

Reuters DETROIT. Die Einführung des Sportgeländewagens Cayenne hat dem Sportwagenhersteller Porsche im Mai bei 27 nach 26 Arbeitstagen im Vorjahr einen Absatzrekord in den USA beschert. Porsche habe in den USA im vergangenen Monat 3008 Fahrzeuge nach 2242 Wagen im Vorjahresmonat verkauft, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das entspreche einer Steigerung von 29,2 %. Allein 1479 Cayenne habe das Unternehmen im Mai absetzen können. Das neue Modell bietet Porsche in Nordamerika seit März dieses Jahres an.

Überdurchschnittlich steigerte auch der Münchner Automobilhersteller BMW seinen US-Absatz im Mai. Die BMW-Gruppe mit den Marken BMW und Mini habe im vergangenen Monat 25 765 Autos nach 23 624 Fahrzeugen vor einem Jahr und damit neun Prozent mehr verkauft, teilte das im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Während die Marke BMW drei Prozent zugelegt habe, sei der Mini fast doppelt so häufig wie im Vorjahresmonat abgesetzt worden.

Der deutsch-amerikanische Autokonzern Daimler-Chrysler hat im Mai nach dem schwachen April wieder mehr Käufer in den USA für Autos seiner Marke Mercedes gefunden. Wie der Konzern mitteilte, wurden mit 19 167 Wagen im Mai 2,1 % mehr Mercedes-Autos als im Vorjahresmonat verkauft.

Dagegen verkaufte die US-Tochter Chrysler drei Prozent weniger Fahrzeuge als vor einem Jahr. Der Absatz von Chrysler-Fahrzeugen habe auf 217 411 von 216 563 Wagen im Vorjahr abgenommen.

Überdurchschnittlich hohe Einbußen bei VW

Europas größter Automobil-Hersteller Volkswagen (VW) hat auf dem wichtigen US-Markt im Mai überdurchschnittlich hohe Verkaufseinbußen hinnehmen müssen. Der US-Absatz sei im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 % auf jetzt 27 941 Fahrzeuge gefallen, teilte Volkswagen of America am Dienstag mit.

Schwächer entwickelten sich die Verkaufszahlen in den USA auch bei der Konzerntochter Audi. Das Unternehmen berichtete, mit 7857 (Vorjahr 7710) Fahrzeugen seien im Mai 1,9 % weniger Autos in den USA verkauft worden.

Von US-Konzernen nur GM mit höherem Absatz

Unter den großen US-Autoherstellern konnte im Mai lediglich der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) dank zahlreicher Kaufanreize, wie zinsloser Autofinanzierungen, seinen Absatz um vier Prozent auf 426 838 (395 169) Fahrzeuge steigern. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Konzern jedoch ein Minus von 6,1 %. Dagegen musste der Branchenzweite Ford Motor Co trotz massiver Kaufanreize einen Absatzrückgang um unbereinigt 0,7 %, arbeitstäglich bereinigt um 5,8 % hinnehmen. Ford verkauft im Mai 305 995 (312 777) Wagen.

Analysten schätzten den Gesamtabsatz am US-Automarkt im Mai auf eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 16 Mill. Autos. Dies wäre gemessen an 15,7 Mill. Fahrzeugen im Mai vorigen Jahres die ersten leichte Steigerung in diesem Jahr gegenüber 2002, zugleich aber ein Rückgang im Vergleich zum April 2003 mit einer Verkaufsrate von 16,4 Mill. Autos.

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