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Porsche überprüft Kostenstrukturen

Trotz eines Milliardengewinns im abgelaufenen Geschäftsjahr will der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche die Kosten weiter senken. Als einen Grund nannte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking künftige Währungsrisiken.

dpa-afx STUTTGART. Trotz eines Milliardengewinns im abgelaufenen Geschäftsjahr will der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche die Kosten weiter senken. Als einen Grund nannte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking künftige Währungsrisiken. In einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Mittwochausgabe) sagte er: "Langfristig muss man auch mit einem ungünstigen Dollarkurs leben." Allerdings dementierte der Konzern "FTD"-Angaben, dass die Währungssicherungsgeschäfte (Hedging) 2007 auslaufen würden.

Finanzvorstand Holger Härter hatte Ende September betont, Porsche sei bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2 007 beim Hedging voll abgesichert, im darauf folgenden Jahr bislang teilweise. Die Sorgen von Analysten, die wegen möglicher Währungsschwankungen bei Porsche ab 2006 einen Gewinneinbruch befürchten, hatte Härter als unbegründet bezeichnet.

Kein Stellenabbau

Beim Hedging deckt Porsche das Währungsrisiko seiner Exporte in den Dollar-Raum ab, die rund die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Porsche hatte im Geschäftsjahr 2003/04 (31. Juli) den Umsatz um 13,9 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro gesteigert und beim Vorsteuergewinn die Mrd.-Grenze übersprungen.

"In der Produktion werden frei werdende Stellen nicht neu besetzt, denn wir haben den Output pro Mitarbeiter deutlich erhöht", sagte Wiedeking. Seine Äußerung, "intensive Gespräche mit den Mitarbeitern zum Beispiel über die berühmte Steinkühler-Pause" zu führen, löste beim Betriebsrat allerdings keine Unruhe aus. Ein Sprecher des Gremiums sagte am Mittwoch auf Anfrage, dass Wiedeking eindeutig versichert habe, dass sich Porsche "selbstverständlich an die Tarifregelung halten wird".

Ein Porsche-Sprecher erklärte, das Unternehmen stelle alle Prozesse auf den Prüfstand. Ziel sei es, den Wachstumskurs profitabel zu gestalten. Er fügte hinzu: "Wir wollen einen Wachstumskurs fahren, ohne zusätzliche Fixkosten aufzubauen." Er erinnerte daran, dass Porsche seinen Erfolg mit den Mitarbeitern teile. Für das abgelaufene Geschäftsjahr habe jeder Mitarbeiter in der AG eine Sonderzahlung von 3 000 Euro erhalten. Für die Beschäftigten im Leipziger Cayenne-Werk wird die Prämie noch verhandelt.

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