Portal kauft Unterhaltungsseite Megastar
Sports.com rennt der Konkurrenz davon

Unter den krisengeschüttelten Sportportalen bildet Sports.com die Ausnahme. Trotz der Flaute in der New Economy kauft das Unternehmen munter neue Internet-Seiten hinzu.

hpk. Die Ausnahme bei den krisengeschüttelten Online-Sportportalen ist der europäische Anbieter Sports.com. Das Unternehmen kauft mittlerweile andere Websites hinzu, um schneller die Gewinnschwelle, also den oft beschworenen Break-even-Point zu überschreiten. Dieses Ziel soll Mitte 2002 erreicht werden. Der Internet-Anbieter erwarb für 300 000 Mark (100 000 britische Pfund) die Seite megastar.co.uk von United Business Media hinzu.

Damit erweitert die Sportseite ihr Kundenpotential. Ihr ursprünglicher Anspruch ist, eine der führenden Sportseiten zu werden, mit Hintergrundgeschichten und Live-Berichterstattung von weltweiten Sport-Events. Erlöse sollen aus hauptsächlich aus Werbung und Sponsoring generiert werden, aber die Firma hat unter anderem auch die Vermarktung des englischen Fußball-Meisters Manchester United übernommen. Bei Megastar dagegen handelt es sich um eine Männerseite. Da ist Sport nur ein Teil des Angebots, ansonsten handelt es sich eher um die Inhalte eines zweitklassigen Männermagazins. Die Klientel besteht in erster Linie aus männlichen Briten zwischen 14 und 45 Jahren.

Strikte Kostenkontrolle

Nach Angaben von Sports.com besuchen eine halbe Million Interessenten diese Seite, monatlich wird die Seite etwa 14 Millionen Mal aufgerufen. "Die Nutzer von megastar ergänzen unsere fast drei Millionen Besucher im Monat. Mit diesem Kauf können wir schneller profitabel werden", erklärte Sportal-Geschäftsführer Tom Jessiman. Dabei vertraut Jessiman auf die Synergieeffekte seiner Verkaufsabteilung, denn Sports.com ist will so die Vermarktung optimieren. Schließlich ist jetzt das Angebot für die werbenden Firmen größer. Dazu kommt: Im Vergleich zu anderen Unternehmen hat diese Firma die Personalstäbe immer sehr klein gehalten, so dass das vergrößerte Angebot ohne größeren Mitarbeiteraufwand bewältigt wird.

Mit einer strikten Kostenkontrolle von Anfang an wurden in Europa bereits Tochterunternehmen in Irland, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland gegründet. Hinter der englischen Mutterfirma stehen aber auch starke Investoren. Der Vermarktungsriese IMG, Goldman Sachs, JP Morgan und CBS Sportsline. Aber auch zwei prominente Sportler halten Anteile, der Golfer Tiger Woods und der frühere US-amerikanische Basketball-Star Michael Jordan.

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