Portfolio soll eher abgerundet als ausgedehnt werden
SAP: "Bei bestehenden Kunden noch viel zu holen"

Die Zurückhaltung vieler Unternehmen bei IT-Investitionen wird nach Einschätzung von SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann noch einige Monate anhalten.

vwd ORLANDO. Die Software-Kunden seien noch nicht von der Investitionsbremse gegangen, obwohl Geld vorhanden sei, sagte Kagermann am Mittwoch in Orlando. Es sei zu beobachten, dass lieber einige kleine Abschlüsse als ein grosser getätigt würden.

Deshalb halte er an seiner Prognose einer Erholung erst im zweiten Halbjahr, vor allem zum Jahresende, fest. Die IT-Budgets der Firmen seien nicht völlig verschwunden und dürften vor allem im vierten Quartal investiert werden.

Zur Markteinführung der neuen Software für kleine Unternehmen, "Business One", sagte Kagermann, diese werde in Europa im dritten und in den USA im vierten Quartal anlaufen. In Asien solle "Business One" erst 2003 eingeführt werden, wobei China der wichtigere Markt sei als Japan.

Für den Vertrieb - der gegenüber dem von Microsoft deutlich unterlegen ist - reiche die SAP-eigene Struktur natürlich nicht aus, machte Kagermann deutlich. Deshalb würden viele Gespräche mit möglichen Vertriebspartnern geführt. Denkbar sei dabei auch eine Zusammenarbeit mit den bisherigen Hardware-Partnern von SAP. Angestrebt würden zehn bis 15 Partner weltweit.

Neue Umsatzträger in den nächsten fünf bis zehn Jahren sind seiner Meinung nach nicht nötig, da der Markt gross genug sei. Deshalb werde die SAP ihr Portfolio eher abrunden und attraktiv machen als ausdehnen. Schliesslich sei bei vielen bestehenden Kunden "noch viel zu holen", signalisierte Kagermann die künftige Richtung.

Zur Nachfolge des ehemaligen CEO von SAP America, Wolfgang Kemna, meinte der Vorstandssprecher, eine Entscheidung werde in einigen Monaten fallen. Die Tendenz gehe hin zu einer externen Lösung, hiess es. Um die gewünschte Kundennähe zu dokumentieren, werde der neue Chef höchstwahrscheinlich Amerikaner sein.

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