Portfolio-Theorie: Einsätze streuen
Mit ausgefeilter Strategie zum WM-Sieg

Eine Verteilung des Einsatzes auf mehrere Wetten erhöht die Gewinnchance beträchtlich. Und Zocker sollten ihr Geld nich nach Gefühl setzen.

nac/dpa. Argentinien wird Weltmeister, Frankreichs David Trezeguet sichert sich die Torschützenkrone, und Deutschland kommt maximal ins Achtelfinale. Geht es nach den Quoten der Buchmacher, ist die am 31. Mai beginnende Fußball-WM schon so gut wie entschieden. Wettfreunde können sich daran orientieren: Wer auf die wahrscheinlichsten Ergebnisse tippt, verzichtet zwar auf prozentual hohe Gewinne, wird sich aber aller Voraussicht nach immerhin über eine Vermehrung des Einsatzes freuen.

Grundsätzlich gilt der Tipp: Wetter sollten sich nicht an den eigenen Präferenzen orientieren. Auch wer Deutschland einen WM-Sieg wünscht, sollte sich nicht dazu verleiten lassen, gegen besseres Wissen Geld aufs Spiel zu setzen.

Natürlich gilt auch bei Sportwetten der alte Grundsatz der Portfoliotheorie, dass eine Streuung der Gesamtsumme auf mehrere Ereignisse die Gesamtchancen erhöht. Eine relativ konservative Strategie wäre es zum Beispiel, jeweils auf Argentinien, Frankreich, Italien oder Brasilien als Weltmeister zu setzen. Den vier Mannschaften werden die besten Chancen eingeräumt, den Titel zu erlangen. Bei Oddset kostet ein Tippschein mit vier Wetten neben dem Einsatz eine Gebühr von 50 Cent, bei Sportwetten Gera fallen keine Gebühren an.

Je nach individueller Risikoneigung können dem konservativen "Basisdepot" natürlich noch ein paar exotischere Kandidaten beigemischt werden. Bei Deutschland, England, Portugal oder Spanien erhöht sich das Risiko schon deutlich.

Auf frührere Ergebnisse schauen

"Geheimtipps" wie Nigeria oder Kamerun sorgen im Erfolgsfall für Traumquoten von bis zu 45. Besonders Kamerun wird in diesem Zusammenhang häufig genannt. In der Qualifikation setzte sich das Team von Trainer Winfried Schäfer souverän gegen Angola, Sambia, Togo und Libyen durch. Bester Torschütze war Patrick Mboma vom englischen Erstligisten FC Sunderland, derzeit "Afrikas Spieler des Jahres". Am 11. Juni treffen die Kameruner in der Vorrunde auf Deutschland, was sicherlich eine interessante Einzelwette auf den Sieger ermöglicht. Nach den zuletzt gezeigten uninspirierten Leistungen des Völler-Teams gegen Wales dürfte die Gewinnquote für einen Deutschland-Sieg etwas ansteigen. Einen Vergleich mit der deutschen Nationalmannschaft gab es bisher noch nicht. Kameruns größter WM-Erfolg war 1990 in Italien der Einzug ins Viertelfinale.

Der zweite Geheimfavorit, Nigeria, dürfte es allerdings schwer haben, allein die Vorrunde zu überstehen. Immerhin spielt das Team in der so genannten "Todesgruppe" F mit Argentinien, England und Schweden. Wer auf den Sieger einer Gruppe setzen will, sollte sich also möglichst eine andere Staffel aussuchen. Als relativ einfach erscheint beispielsweise die Gruppe C, wo Brasilien auf die vergleichsweise einfachen Gegner Türkei, China und Costa Rica trifft.

Wer Brasilien mehr als den Gruppensieg zutraut, sollte allerdings die Ergebnisse in der Qualifikation beachten: Der Vizeweltmeister, der 1998 Gastgeber Frankreich im Finale 0:3 unterlag, drohte mehrfach zu straucheln. Das WM-Ticket lösten die Brasileiros nach sechs Niederlagen in 18 Spielen als Gruppen-Dritter. "Niemand respektiert uns mehr", klagt die Fußball-Legende Pele. Nun hofft ganz Brasilien auf die rasche Genesung des dauerverletzten Ronaldo. Nach zweieinhalbjähriger Pause feierte der 25-Jährige Ende März gegen Jugoslawien aber nur ein durchwachsenes Comeback.

Quelle: Handelsblatt

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