Portfoliobreinigung
Deutsche Bank verkauft Leasingtöchter für 980 Mill. Euro

Die Deutsche Bank hat für 980 Mill. ? ihre Leasingtöchter Gefa und ALD an die französische Großbank Societe Generale verkauft.

rtr FRANKFURT/PARIS. "Wir konzentrieren uns auf das Firmengeschäft und das Investmentbanking, aber nicht weiter auf die kapitalintensive Randaktivität Leasing", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Mittwoch in Frankfurt zur Begründung des Verkaufs. Societe Generale schätzt die mittelfristigen Kostensynergien des Kaufs der beiden spezialisierten Finanzdienstleister auf mehr als 30 Mill. ?. Anfang Februar hatten die Deutsche Bank und das französische Institut bereits eine Absichtserklärung zum Verkauf der beiden Gruppen unterzeichnet. Analysten zufolge ist der Verkauf eine reine der Deutschen Bank. Der Preis wurde als angemessen bezeichnet.

Die Deutsche Bank hatte bereits vor zwei Monaten angekündigt, sie wolle ihr europäisches Anlagefinanzierungs-, Leasing- und Fuhrpark-Geschäft an Societe Generale verkaufen. Die Wuppertaler Gefa-Gruppe gehört zu 100 % zur Deutschen Bank und ist auf das mobile Leasing-Geschäft spezialisiert. Eine Untergesellschaft der Gefa-Gruppe hält wiederum 82,25 % an der Hamburger KFZ-Leasingfirma ALD Autoleasing. Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung zum Verkauf der beiden Töchter im Februar war in Bankenkreisen bereits über den Preis von rund einer Milliarde Euro spekuliert worden. "Für 980 Mill. ? hat die Deutsche Bank mit der Veräußerung der beiden Gruppen wohl keinen Verlust, aber auch keine größeren Gewinne gemacht", sagte Dieter Hein, Bankenanalyst bei Credit Lyonnais in Frankfurt.

Der Verkauf ist Hein zufolge als Portfoliobereinigung des Instituts zu bewerten. Im Zuge der Neuordnung ihrer Konzernstruktur wolle sich die Deutsche Bank auf ihre Kernaktivitäten konzentrieren. Das Leasing-Geschäft zähle eindeutig nicht dazu. Daher sei der Schritt nachvollziehbar. Die Deutsche Bank will ihre bisherigen fünf Geschäftsbereiche zu den Bereichen "Unternehmen und institutionelle Kunden" und "Vermögensverwaltung und Privatkunden" zusammenfassen.

Die Aktien der Deutschen Bank lagen am Mittwoch gegen 10.45 Uhr MESZ mit 4,07 % im Minus bei 77,45 ?. Händler führten die Verluste jedoch vor allem auf das derzeit schlechte Marktumfeld zurück. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor bis zu diesem Zeitpunkt knapp zwei Prozent auf 5457 Zähler. Die Papiere der Societe Generale gaben 1,8 % ab auf 65,45 ?.

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