Portfolios der Gruppen würden sich gut ergänzen
Vivendi-Chef will Canal Plus mit Liberty verbünden

Der Chef des französisch-kanadischen Mischkonzerns Vivendi Universal, Jean-Marie Messier, hält ein mögliches Bündnis seines TV-Senders Canal Plus mit Teilen des Kabelnetzbetreibers Liberty Media für sinnvoll. In einer solchen Allianz sehe er einen strategischen Nutzen, sagte Messier am Mittwoch mit Blick auf den deutschen und britischen Markt.

Reuters NEW YORK. Der US-Konzern Liberty Media, der die Übernahme des TV-Kabelnetzes von der Deutschen Telekom anstrebt, ist zugleich Muttergesellschaft des größten europäischen Kabelnetz-Betreibers UPC.

"Ich denke, zurzeit würden wir das beste strategische Ergebnis in Europa erzielen, wenn wir eine geschäftliche Allianz zwischen Canal Plus und (Liberty-Chef) John Malone finden. Diese beiden Gruppen ergänzen sich in ihren Portfolios", antwortete Messier bei einer Tagung der Investmentbank UBS Warburg auf die Frage, wie Vivendi seine Lücken auf dem britischen und deutschen Markt schließen wolle. Der französische Sender Canal Plus und die in Holland firmierende UPC haben bereits in Polen ihre Aktivitäten beim Satelliten-TV zusammengelegt. Die Vivendi-Tochter Canal Plus ist einer der größten europäischen Satelliten-TV-Anbieter.

In Deutschland will Liberty Media für 5,5 Mrd. ? den Großteil des Kabelnetzes der Deutschen Telekom kaufen. Zurzeit wird das Vorhaben noch durch die Wettbewerbsbehörden geprüft. Das Bundeskartellamt muss bis Anfang Januar über die Übernahme der Netze entscheiden. Die Behörde sieht die Prüfung dadurch erschwert, dass Liberty Media beim Bezahlfernsehsender Premiere des Medienunternehmers Leo Kirch[KRCH.UL] einsteigen will und damit eine marktbeherrschende Stellung bekommen oder ausbauen könnte.

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