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Porto hofft auf Schützenhilfe - Huth verletzt

Vor dem heißen Kampf in der Eiseskälte von Moskau hat bei Champions-League-Sieger FC Porto das große Zittern begonnen.

dpa HAMBURG. Vor dem heißen Kampf in der Eiseskälte von Moskau hat bei Champions-League-Sieger FC Porto das große Zittern begonnen.

Frostig war die Stimmung, als der Tabellenletzte der Vorrundengruppe H in der russischen Hauptstadt eintraf, wo die Portugiesen gegen Zska ihre vielleicht letzte Chance auf ein Überwintern im internationalen Fußball nutzen wollen. Bei vorausgesagten 15 Grad Minus fürchtet das portugiesische Sportblatt "O Jogo", dass es die Südländer "schwer haben werden, sich heimisch zu fühlen".

Mit zwei Punkten aus vier Spielen darben die vor sechs Monaten noch stürmisch gefeierten Champions auf dem letzten Platz und müssen auf die Schützenhilfe ihres Meister-Coaches Jose Mourinho hoffen. Ein Erfolg seines mit zwölf Zählern fürs Achtelfinale qualifizierten FC Chelsea gegen Paris St. German (4) würde Porto, einen Sieg gegen Moskau (4) vorausgesetzt, auf Platz zwei katapultieren. "Natürlich werden wir versuchen zu gewinnen", sagte Mourinho, der auf den verletzten deutschen Nationalspieler Robert Huth wohl verzichten muss. "Wir wissen, dass drei Teams um Platz zwei kämpfen, und wir müssen fair und ehrlich bleiben und auf Sieg spielen."

Noch freilich hat Porto nicht einmal einen Platz im Uefa-Cup sicher. "Der Schnee in Moskau wird uns Glück bringen", ist sich Pinto da Costa sicher. Doch ausgerechnet in der Schlüsselpartie fehlt der verletzte Torhüter Vítor Baía. "Ich denke aber, dass dies das Team noch mehr anspornen wird", meinte Portos Präsident, der auf anderem Terrain eine Niederlage kassierte. Nach Vermittlung der Fifa muss der Verein Luigi del Neri, der zu Saisonbeginn nach wenigen Wochen aus seinem Dreijahresvertrag entlassen worden war, 800 000 Euro zahlen.

Auch beim FC Barcelona war die Stimmung vor der Partie gegen Celtic Glasgow gedrückt. Zwar kann sich Barca wie auch der Zweite der Gruppe F, der gegen Schachtjor Donezk spielende AC Mailand, durch ein Unentschieden vorzeitig fürs Achtelfinale qualifizieren. Aber die Verletzung des Schweden Henrik Larsson hat die Freude nach dem 3:0- Sieg über Real Madrid jäh beendet. Larsson ist bei den Katalanen schon der vierte Akteur, der in dieser Saison mit einem Kreuzbandriss ausfällt. "Nun hilft nur beten. Es gibt keine Erklärung für das, was uns da zustößt", meinte Samuel Eto'o, der geschockt ist wie das Team.

"Ich merke, dass wir nicht mehr weit weg sind von unserer Topform", sagte Trainer Arsene Wenger vom FC Arsenal, der mit einem Sieg beim mit drei Punkten führenden Eindhoven (9) in der Guppe E vorzeitig das Achtelfinale buchen würde. Die Zweichen stehen gut, denn das Team des deutschen Nationalkeepers Jens Lehmann gewann vor drei Jahren beim PSV mit 4:0. Chancen aufs Weiterkommen hat aber auch Panathinaikos Athen (5), das bei Rosenborg Trondheim (1) spielt.

Auf dem Wege der Besserung wähnt sich der spanische Meister FC Valencia. Nach dem ersten Sieg im elften Spiel beim 2:0 gegen Malaga glaubt Trainer Claudio Ranieri vor dem "Strohhalmspiel" des Dritten der Gruppe G beim punktlosen RSC Anderlecht wieder ans Weiterkommen. Doch Valencia braucht fremde Hilfe. Schon bei einem Unentschieden von Werder Bremen daheim gegen das vorzeitig qualifizierte Inter Mailand ist nur der Uefa-Cup drin. "Was immer geschieht, wir müssen uns damit abfinden", meinte Valencias italienischer Verteidiger Amadeo Carboni.

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