Porträt
Data Display will mit Flatscreens den Markt erobern

vwd GERMERING. Bernhard Staller, Vorstandsvorsitzender der Germeringer Data Display AG hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Verdrängung sämtlicher Braunscher Röhren durch den Flachbildschirm. Trotz der momentan schlechten Marktsituation hält der Anbieter für individuelle Flachbildschirm-Lösungen an seinem für den 27. November geplanten Gang an den Neuen Markt fest. "Wir glauben, dass Substanz am Markt entscheidet, und Data Display ist bereits seit Jahren profitabel", betonte Staller.

Staller rechnet für die nächsten Jahre mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 30 %, was "über der Marktentwicklung" liege. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 34,5 Mill. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,7 Mill. Euro. Im Vergleichszeitraum 1999 lag der Umsatz bei 26,1 Mill. Euro und das EBIT bei 4,8 Mill. Euro. Bis 2003 solle der Umsatz laut Staller auf 88 Mill. Euro anwachsen. Einer Studie von Stanford Resources zufolge, werde das Marktvolumen für Flachbildschirm-Anwendungen von 1,62 Mrd $ im vergangenen Jahr auf 2,32 Mrd $ in 2003 steigen.

Data Display entwickelt und produziert für Kunden wie die Deutsche Bahn komplette Systemlösungen für Aktivmatrix-TFT-Bildschirme (Thin Film Technology). Dabei würden die zehn größten Kunden "lediglich 41 % des Umsatzes" einbringen, sagte der Vorstandsvorsitzende. Ab 2002 will das Unternehmen sich verstärkt im Bereich Plasmatechnik für Großbildschirme und UMTS-Anwendungen engagieren.

Insgesamt sollen 2,4 Mill. Aktien ausgegeben werden, von denen zwei Millionen aus einer Kapitalerhöhung stammen. Die restlichen Papiere kommen aus dem Besitz des Mehrheitseigners Augusta Technologie, der seinen Aktionären eine bevorrechtigte Zeichnung im Verhältnis eine Data-Display-Aktie für 30 Augusta-Aktien ermöglicht. Zusätzlich ist eine Mehrzuteilungsoption in Höhe von 300 000 Aktien, ebenfalls aus Altaktionärsbesitz, vorgesehen. Auch nach dem Börsengang wird Augusta die Mehrheit an Data Display halten, deren Anteil allerdings von 69,3 % auf 50,4 bis 51,4 % sinken wird.

Der Streubesitz soll sich auf maximal 30 % belaufen. Die restlichen Anteile hälz das Management, das sich zu einer Haltefrist von 18 Monaten verpflichtet hat. Mit dem Erlös des Börsenganges will Comtrade die technologische Weiterentwicklung und das Wachstum des Unternehmens finanzieren. Dabei sind für das nächste Jahr strategische Aquisitionen in den USA geplant. In Europa will Data Display vor allem in den Kernmärkten Großbritannien und Italien Landesbüros gründen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%