Porträt: Thomas Hörster: Vom „Hasenfuß“ zum „harten Hund“

Porträt
Thomas Hörster: Vom „Hasenfuß“ zum „harten Hund“

Bayer Leverkusens neuer Cheftrainer Thomas Hörster (46) hat sich in seiner bisherigen Karriere einige nicht gerade schmeichelhafte Beinamen erworben. Als Fußball-Profi galt er nach seinem Wechsel von Schwarz-Weiß Essen im Jahr 1977 zum Werksclub lange als "ewiges Talent". Den Durchbruch schaffte er erst 1985, als Erich Ribbeck die Bayer-Truppe als Trainer übernahm und Hörster vom Mittelfeld auf den Liberoposten beorderte.

HB/dpa LEVERKUSEN. Dies erwies sich für Hörster und den Verein als Glücksgriff: Er entwickelte sich zu einen der besten Liberos der Bundesliga, bestritt in der Saison 1986/87 vier Länderspiele, gewann mit Leverkusen 1988 den UEFA-Cup und im gleichen Jahr die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul. Bis 1991 brachte er es auf 332 Bundesligapartien im Bayer-Dress und den Spitznamen "Krake", weil er so schwer auszuspielen war.

Nach Beendigung der aktiven Laufbahn wurde Hörster erst B- Jugendtrainer im Verein. Dann übernahm er zwischen 1995 und 2001 die A-Jugend, mit der er am 2. Juli 2000 deutscher Meister wurde. In dieser Zeit nannte ihn Leverkusens Nachwuchs-Boss Michael Reschke "Hasenfuß". Doch nachdem er 2001 die Regionalliga-Mannschaft übernahm, war er schnell als "harter Hund" verschrien. "Ich bin sehr geradlinig, hart, aber herzlich", lautet das Selbstporträt des neuen Bayer-Chefcoachs. Zudem gilt er als unermüdlicher Arbeiter und gewiefter Taktiker.

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