Portrait: Brigitte Zypries
Schröders Hochwasser-Beauftragte

Für Brigitte Zypries zählt vor allem Effizienz. Jetzt soll die 48 Jahre alte Juristin ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Ihr alter Förderer, Bundeskanzler Gerhard Schröder, hat die Staatssekretärin im Innenministerium zur Hauptbeauftragten für die Organisation der Hochwasserhilfe ernannt.

dpa/HB BERLIN. Auf Hierarchien legt sie keinen besonderen Wert. Die Tochter eines Unternehmers aus Kassel leitet den Ausschuss von Staatssekretären in Berlin.

Die Hessin gehört zu den Internet-Pionieren in den Reihen der Bundesregierung. Sie ist für die Umsetzung von Schröders Initiative D21 zuständig, die bis 2005 die öffentliche Verwaltung vernetzen und online erreichbar machen will. Als Leiterin der Stabsstelle "Moderner Staat - moderne Verwaltung" treibt sie den allemählichen Übergang auf den papierlosen Schriftverkehr mit Behörden energisch voran.

Schröder hatte schon früh ihre Talente entdeckt. Vor elf Jahren warb er Zypries vom Bundesverfassungersicht, wo sie nach dem zweiten juristischen Staatsexamen als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war, nach Hannover ab. Stationen dort waren Abteilungsleiterin in der Staatskanzlei und im Arbeitsministerium. Seit November 1998 ist sie im Haus von Otto Schily leitend tätig. Als seine Nachfolgerin oder auch für ein anderes Ministeramt wird die ledige Theaterliebhaberin immer wieder genannt. Ob ein weiterer Karrieresprung bevorsteht, hängt letztlich vom 22. September ab. Falls Zypries ihre neue Aufgabe hervorragend meistert, könnte dies auch ein Stück Hilfe für den Kanzler bei dessen erhoffter Wiederwahl bedeuten.

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