Portugal feiert sich selbst
Johansson eröffnet Fußball-EM

Portugal hat bereits vor der Eröffnung der zwölften Fußball-Europameisterschaft dem Land einen festlichen Charakter verliehen. Den ganzen Samstag über feierten die Portugiesen.

HB BERLIN. Portugal hat den ganzen Samstag über die Stunden vor der Eröffnung der Fußball-Europameisterschaft festlich ausstaffiert. Tausende Menschen feierten auf den Straßen der Hafenstadt Porto stundenlang vor dem Eröffnungsspiel der Gruppe A zwischen den Gastgeber und der Mannschaft Griechenlands.

Das mit 60.000 Zuschauern ausverkaufte Estadio do Dragao präsentierte sich schon eine Stunde vor dem Anpfiff als rot-grünes Monument der Fußball-Begeisterung. Lennart Johansson, Präsident der Europäischen Fußball-Union Uefa, hatte vor dem Auftakt der drittgrößten Sport-Veranstaltung der Welt nochmals seiner Hoffnung auf eine sichere EM Ausdruck verliehen: «Ich kann nur hoffen, dass Portugal ein Fest des Fußballs erlebt.»

Angesichts der Bedrohung durch den weltweiten Terrorismus sei «ein Restrisiko natürlich nie auszuschließen». Am Morgen wurden bereits 15 Araber festgenommen und sieben dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Fünf von ihnen sollen Verbindungen zu radikal-islamischen Gruppierungen haben.

Die Portugiesen ließen sich von den Sicherheitsmaßnahmen nicht verunsichern. Schon Kilometer vor dem neuen Stadion feierten sie auf den Straßen, Autos stauten sich auf mehreren Kilometern Länge. Ein rot-grünes Fahnenmeer begleitete die Schlachtgesänge der Fans, die von ihrer Mannschaft im eigenen Land den Titel erwarten.

97 Prozent der Tickets in Portugal sind bereits abgesetzt. Vor dem Stadion blühte der Schwarzmarkt. Am Vorabend des Eröffnungsspiels hatte ein gigantisches Feuerwerk eine halbe Stunde lang die Stadt des amtierenden Champions-League-Siegers FC Porto erhellt.

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