Portugiesische Stars blieben blass
USA schaffen die Sensation gegen Portugal

Damit hat kein noch so exaltierter Fußballprophet gerechnet: Der Außenseiter USA schlägt die favorisierten Portugiesen mit 3:2. Zwischenzeitlich hatten die "Boys" von Trainer Arena sogar mit 3:0 geführt.

dpa SUWON. Vor 37 306 Zuschauern in Suwon trafen John O'Brien (4.), Jorge Costa (29./Eigentor) und Brian McBride (36.) für die Amerikaner, die in Gruppe D Rang zwei hinter Mit-Gastgeber Südkorea (2:0 über Polen) übernahmen und einen wichtigen Schritt Richtung Achtelfinale taten. Den Portugiesen, für die Beto (39.) und Jeff Agoos (71./Eigentor) erfolgreich waren, droht dagegen der vor Turnier-Beginn für unmöglich erachtete Vorrunden-K.o.

Die Erben Eusebios konnten bei ihrem WM-Einstand zwar auf Luis Figo zurückgreifen, der seine hartnäckige Fußverletzung rechtzeitig auskuriert hat. Doch dem Star-Akteur merkte man die Probleme deutlich an, er war ein Schatten seiner selbst. Da auch Nebenmann Rui Costa blass blieb, kam der Favorit lange Zeit nicht in die Gänge und wurde von den US-Boys zudem kalt erwischt: Als Torwart Vitor Baia bei einem Abwehrversuch von einem Mitspieler behindert wurde, brauchte O'Brien nur noch zum frühen 1:0 abzustauben.

Dieser Weckruf wirkte bei den Portugiesen aber nicht. Im Gegenteil: Nach einem von dem unsicheren Baia nur abgeklatschten Schuss traf Eddie Pope das Außennetz (7.).

Die behäbig weiterspielenden Südeuropäer brachten in der Offensive zunächst gar keine brauchbaren Aktionen zu Stande. Dagegen überzeugte der ohne seine angeschlagenen Top-Offensivkräfte Claudio Reyna und Clint Mathis angetretene Gegner durch großen Kampfgeist und Klasse- Fußball, der auch belohnt wurde: Erst flankte Landon Donovan vor das Tor und Jorge Costa fälschte unglücklich ins eigene Tor ab, dann setzte McBride nach Maßflanke des starken Bundesliga-Profis Tony Sanneh gegen die unsichere Abwehr noch einen drauf. Eher zufällig fiel das 1:3, da Leverkusens Hejduk vor Betos Nachschuss patzte.

Nach dem Wechsel erhöhte der Mitfavorit den Druck und drängte den Außenseiter in die eigene Hälfte. Doch Jorge Costa (56.) verzog und Pauleta (62.) scheiterte an Brad Friedel, der mehr und mehr in den Mittelpunkt rückte. Beim unglücklichen Selbsttor war aber auch der gute Keeper machtlos. In der Schlussphase überstanden die Sieger die Angriffe der zu spät aufgewachten Portugiesen mit Glück und Geschick.

Statistik zum Spiel

USA: Friedel - Sanneh, Pope (80. Llamosa), Agoos, Hejduk - Stewart (46. Jones), Mastroeni, O'Brien, Beasley - McBride, Donovan (75. Moore)

Portugal: Baia - Beto, Couto, Jorge Costa (74. Andrade), Rui Jorge (69. Bento) - Figo, Rui Costa (80. Nuno Gomes), Petit, Conceicao - Pauleta, Joao Pinto

Schiedsrichter: Moreno (Ecuador)

Tore: 1:0 O'Brien (4.), 2:0 Jorge Costa (29./Eigentor), 3:0 McBride (36.), 3:1 Beto (39.), 3:2 Agoos (71./Eigentor)

Gelbe Karten: Beasley / Beto, Petit

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