Positive Bilanz nach der EM
Uefa nimmt 1,3 Milliarden Euro ein

Nach dem Ende der Europameisterschaft zieht die Uefa eine positive Bilanz. Ihr Umsatz stieg im Vergleich zum letzten Turnier um 56 Prozent. Aber auch die Kosten sind explodiert.

WIEN. Für den europäischen Fußballverband Uefa hat sich die Europameisterschaft finanziell gelohnt. 700 Mill. Euro bleiben dem Veranstalter von den 1,3 Mrd. Euro, die er mit der Euro 2008 eingenommen hat. Gegenüber dem Turnier vor vier Jahren in Portugal hat die Uefa ihren Umsatz damit um 56 Prozent gesteigert.

Weil allerdings auch die Kosten von 313 Mill. auf 618 Mill. Euro angewachsen sind, stieg der Gewinn lediglich um fünf Prozent. Mehr als 60 Prozent der Einnahmen generierte die Uefa durch den Verkauf ihrer Medienrechte. Von den Sponsoren flossen 370 Mill Euro in die Kasse, auf den Verkauf der Eintrittskarten entfielen 91 Mill. Euro.

Neben den Ausgaben für die Organisation des Turniers bezahlte die Uefa aus ihren Einnahmen Prämien über 184 Mill. Euro an die teilnehmenden Verbände. Der neue Europameister kassiert davon 22 Mill. Euro, der Verlierer des gestrigen Endspiels 19 Mill. Euro. Unabhängig vom Ausgang des Finals hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger bereits mit einem "Überschuss zwischen zwei und drei Millionen Euro nach Abzug der Kosten" kalkuliert, weil sich die Prämien an die 23 Nationalspieler im Fall des Titelgewinns um je 100 000 auf 250 000 Euro erhöhen.

Zum Vergleich: Spanien versprach seinen Spielern für den EM-Titel 214 000 Euro. Der türkische Verband tröstete jeden seiner Spieler für die Halbfinalniederlage gegen Deutschland mit 450 000 Euro. Selbst die Kroaten kassierten nach dem Viertelfinal-Aus gegen die Türkei bis zu 300 000 Euro je Spieler. Den gleichen Betrag sollen auch die Russen verdient haben. Offiziell zahlte der Verband zwar nur 120 000 Euro, private Geldgeber sollen die Prämie aber nachgebessert haben.

Neben Verbänden und Spielern verdienen erstmals auch die europäischen Klubs an der EM. Für jeden EM-Spieler überweist die Uefa 4 000 Euro pro Tag. Darauf hat sich die Uefa mit der Europäischen Klub-Vereinigung ECA verständigt. Je länger also ein Spieler im Turnier dabei ist, desto höher ist die Gebühr. Die Bundesliga-Vereine kassieren für ihre 57 EM-Teilnehmer 6,13 Mill. Euro. Hauptprofiteure sind Bayern München und Werder Bremen. Der Rekordmeister erhält 1,02 Mill., Bremen kommt auf 1,01 Mill Euro. mp

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