Positive Entwicklung der Nutzfahrzeuge
MAN sieht sich im Plan

Reuters MÜNCHEN. Der Münchener Maschinenbau- und Lkw-Konzern MAN AG sieht sich auf dem besten Weg, seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 1999/2000 zu erreichen. Auftragseingang und Umsatz seien im April erneut besser ausgefallen als in den ersten neun Monaten und untermauerten die Erwartungen, sagte MAN-Vorstandschef Rudolf Rupprecht am Mittwochabend in München. Mit mehr als 29 Mill. DM Auftragseingang und 28,5 Mill. DM Umsatz seien neue Spitzenwerte zu erwarten. Nach den bisherigen Prognosen soll das Ergebnis vor Steuern um mindestens 15 % steigen, das Ergebnis nach Steuern um zehn Prozent. Vom Dollar-Kurs habe MAN auf Grund des hohen Exportanteils "an der einen oder anderen Stelle" profitiert.

Auf die Kritik an der Trennung von Stamm- und Vorzugsaktien will MAN bereits zur Hauptversammlung im Dezember reagieren. Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat einen "sachdienlichen Vorschlag" machen, der das Problem lösbar erscheinen lasse, sagte Rupprecht. Der Vorstandschef deutete an, als Vorbild könne dabei RWE dienen. Der Energiekonzern hatte zuletzt den Rückkauf der Vorzüge im Umfang von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals beschlossen, sofern der Kurs der Vorzüge um mindestens 20 % unter dem Stammaktien-Kurs liegt. Bei MAN machen die stimmrechtslosen Vorzugstitel etwa ein Drittel des Kapitals aus. Zudem stellte Rupprecht eine höhere Dividende in Aussicht. Zumindest der für 1998/99 gezahlte Bonus von zwei DM soll in eine echte Dividende (1999: 16 DM) umgewandelt werden. Dazu werde die Ausschüttung zum Teil mit einer Steuergutschrift versehen.

Positiv haben sich im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres nach Rupprechts Worten vor allem die Nutzfahrzeug-Sparte und der Druckmaschinenhersteller MAN Roland AG entwickelt. Bei den Lkw und Bussen steuere man auf einen Rekordabsatz von 66 000 (1999/99: 55 000) Stück zu, wenn die Zulieferer mit der Entwicklung Schritt halten könnten, sagte Nutzfahrzeug-Vorstand Klaus Schubert. Der Marktanteil in Deutschland werde in diesem Jahr auf 26 von 24,9 % steigen, in Europa werde MAN nach dem Zukauf des britischen Lkw-Herstellers ERF erstmals die italienische Fiat-Tochter Iveco überrunden. MAN Roland habe auf der Düsseldorfer Messe Drupa 2000 in den ersten vier Tagen bereits Aufträge über mehrere hundert Mill. DM akquiriert, ergänzte Rupprecht. Der im März gemeldete Zuwachs im Auftragseingang von 16 % habe sich damit "nicht unerheblich verstärkt".

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