Positive Erwartungen
Carrier1 vor deutlicher Wachstumssteigerung

Der Schweizer Netzwerk-Dienstleister erwirtschaftete einen Umsatz von 97 Mill. $, auf Grund besserer kapazitätenauslastung.

Reuters ZÜRICH. Der Schweizer Netzwerk-Dienstleister Carrier1 International S.A. rechnet für das laufende und das kommende Geschäftsjahr mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung. Für das Jahr 2001 werde mit einem Gesamtumsatz von 420 bis 450 Mill. $ und für das laufende Jahr mit Erlösen zwischen 270 bis 275 Mill. $ gerechnet, teilte das am Neuen Markt und der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen am Mittwoch in Zürich mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll sich den Angaben zufolge "drastisch" verbessern. Während die Schätzung für das Jahr 2000 noch von einem Verlust von 34 bis 36 Mill. $ ausgingen, werde für das kommende Geschäftsjahr mit einem positiven Ebitda zwischen 15 bis 25 Mill. $ gerechnet.

Am Frankfurter Neuen Markt lagen die Aktien von Carrier1 bis zum Mittag unverändert gegenüber ihrem Vortagesschluss bei 18 Euro. Ihr Jahrestief erreichten die Titel Ende November bei 15,00 Euro. Das Jahreshoch wurde Anfang März bei 173 Euro markiert.



Verbesserte Ausnutzung der Kapazitäten

Im Geschäftsjahr 1999 erwirtschaftete Carrier1 einen Umsatz von 97 Mill. $ bei einem negativen Ebitda von 35 Mill. DM. Grund für die deutliche Ebitda-Steigerung im Geschäftsjahr 2001 seien vor allem die bessere Ausnutzung der bestehenden Kapazitäten der Netzwerke und technischen Einrichtungen, sagte Finanzvorstand Joachim Bauer der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem werde der Umsatzmix des Unternehmens verändert. So werde der Umsatzanteil von Datendiensten steigen. Diese seien profitabler, da sie kostengünstiger als Sprachdienste zu produzieren seien, sagte Bauer.

Für den künftigen Geschäftsverlauf habe sich Carrier1 drei Ziele gesetzt, sagte der Finanzvorstand. Für das Jahr 2001 werde ein positves Ebitda angestrebt. Im Jahr 2002 wolle Carrier1 alle Investitionen mit eigenen Mitteln tätigen und damit einen positiven Free Cash-Flow aufweisen. Im Geschäftsjahr 2003 wolle die Gesellschaft schließlich schwarze Zahlen beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schreiben und die Gewinnzone erreichen, sagte Bauer. Das neue Geschäftsjahr 2001 werde mit Verbindlichkeiten in Höhe von 32 % des Unternehmenskapitals beginnen. Zusätzlich verfüge Carrier1 über freie Cash-Positionen von 320 Mill. $, hieß es.

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