Positive Erwartungen für 2001
Preussag steigert Gewinn um 16,8 Prozent

Die Preussag AG will hoch hinaus: Der weltgrößte Tourismus-Konzern strebt nach dem Rekordergebnis 1999/2000 ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis an. "Mit der Touristik wird sich Preussag auch in Zukunft dynamisch weiterentwickeln", sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel am Freitag in Hannover bei der Vorlage der Bilanzen für 1999/2000 und das vierte Quartal als Rumpfgeschäftsjahr.

dpa HANNOVER. Der Verkauf von nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Sparten sei angelaufen, die Schulden würden daher 2001 von 7,2 um rund 3 Mrd. Euro abgebaut. Außerdem will das Unternehmen seine Bettenkapazitäten in den nächsten drei Jahren um mehr als ein Viertel auf rund 134 000 ausbauen.

Preussag - Intraday-Chart

Der Preussag-Konzern steigerte im Geschäftsjahr 1999/2000 den Umsatz um 32 % auf 21,8 Mrd. Euro (42,6 Mrd.DM). Im Rumpfgeschäftsjahr 2000 waren es 5,1 Mrd. Euro. Für 2001 wird ein Plus von 8 % auf 23,5 Mrd. Euro erwartet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte 1999/2000 auf 576,4 (533,2) Mill. Euro zu. Es soll auch 2001 deutlich wachsen. Der Konzernüberschuss lag bei 402,5 (345,4) Mill. Euro bzw. 23,9 Mill. Euro im vierten Quartal 2000. Die Preussag AG zahlt 0,77 bzw. 0,20 Euro Dividende und damit rund 30 % auf das Grundkapital.

Die Umsatzrendite ist im Konzern im Geschäftsjahr 1999/2000 und im Rumpfgeschäftsjahr 2000 gefallen. Wie aus den Geschäftsberichten hervorgeht, lag sie 1999/2000 bei 3,4 % nach 3,9 % im Vorjahr. Im vierten Quartal 2000 ging sie auf 2,0 % zurück.

Im ersten Quartal 2001 sei das touristische Ergebnis negativ, dennoch besser als erwartet. Der Verlust liege an der grundsätzlich stark saisonal bedingten Ergebnisstruktur des Tourismus-Geschäftes. Die Kapazität an Hotelbetten soll noch in diesem Jahr um rund 10 000 erhöht werden. Derzeit können die Veranstalter der Preussag auf rund 104 000 Hotelbetten in allen Teilen der Welt zurückgreifen.

Durch eine so genannte Plattform-Strategie sollen die größten Synergie-Effekte der Übernahme von Thomson Travel genutzt werden. Dabei sollen alle Veranstalter der Gruppe auf die konzerneigenen Flugzeuge von Hapag-Lloyd und Britannia Airways zurückgreifen und ebenso alle Hotelbetten belegen. Insgesamt hat die Preussag eine Flotte von 90 Flugzeugen.

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