Positive Kursentwicklung im laufenden Jahr
Swisscom kann mit voller Kasse auf Einkaufstour gehen

ef ZÜRICH. Anders als viele europäische Konkurrenten kann die Swisscom AG, Bern, mit gut gefüllter Kriegskasse und unbelastet von Schulden ihr Wachstum vorantreiben. Der Konzernumsatz des früheren Schweizer Telekom-Monopolisten erhöhte sich im ersten Halbjahr um 2,8 % auf 7,02 Mrd. Schweizer Franken (sfr). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zog um 8,3 % auf 2,28 Mrd. sfr an. Die Verkäufe von 25 % der Anteile der Mobilfunktochter Swisscom Mobile AG an Vodafone sowie von Immobilien führten zu einem Rekordgewinn von 5,36 Mrd. sfr. Für das Gesamtjahr 2001 prognostiziert Swisscom eine leichte Umsatzzunahme und ein Ebitda in Vorjahreshöhe.

Während die hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen schwer auf den Bilanzen vieler Wettbewerber lasten, ist die Swisscom sehr solide finanziert. Das sichert den Schweizern hohe Beweglichkeit. Am 30. Juni wies der Konzern eine Nettoliquidität von 1,02 Mrd. sfr aus. Der freie Cash-flow erreichte 3,22 Mrd. sfr. "Swisscom ist solide wie ein Fels", sagte Markus Rauh, Präsident des Verwaltungsrates. Swisccom will die finanzielle Stärke zu Akquisitionen nutzen. Umsehen will sich der Konzern in den Teilmärkten Datenkommunikation und mobile Dienstleistungen. Kommt es zu keiner größeren Transaktion, wird auch der Rückkauf eigener Aktien erwogen.

Die deutsche Swisscom-Tochter Debitel meldet für das erste Halbjahr 2001 einen Umsatzanstieg um 1,9 % auf 1,90 Mrd. sfr. Der Ebitda stieg bei Debitel um 27,4 % auf 93 Mill. sfr. Das Unternehmen leitete Schritte zur Ertragssteigerung außerhalb Deutschlands ein. So verkaufte Debitel die Beteiligung in Belgien (48 %), während der Anteil an der niederländischen Tochter auf 100 % aufgestockt wurde.

Swisscom-Aktien haben sich im Gegensatz zu denen anderer europäischen Telekomkonzerne in diesem Jahr gut geschlagen. Gestern stiegen sie um 3 % auf 475 sfr. Seit Jahresbeginn haben die Titel um 12,5 % zugelegt.

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