Positive Meldungen aus dem Pharma- und Biotech-Sektor
US-Märkte starten freundlich

Die Wall Street eröffnet am Dienstagmorgen freundlich, und an der Wall Street zeichnet sich ein erfreulicher Trend ab: Wenn auch große Gewinne ausbleiben, so scheint sich der Markt zum ersten Mal nach den Terror-Angriffen auf Amerika zu stabilisieren.

Schon am Montag hatten beide maßgeblichen Indizes morgendliche Verluste schnell wieder wett gemacht, der Dow Jones war zum Wochenauftakt gar mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Nasdaq klettert am Dienstag in den ersten Handelsminuten auf 1 718 Punkte. Damit notiert der Index stabil über der magischen Marke von 1 695 Punkten, dem letzten Stand vor den Attacken. Mit einem Gewinn von 48 Punkten oder 0,5 Prozent notiert der Dow Jones Index auf 9 396 Punkten.

Drei Faktoren beeinflussen am Dienstag das Geschehen auf dem New Yorker Parkett: Zum einen wurden am Morgen Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die den freundlichen Futures aber nur ganz kurz ein wenig Wind aus den Segeln nahmen. Den zwölften Monat in Folge fiel die Industrieproduktion in den USA, dieses Mal um weitere 0,1 Prozent. Einen so langen ungebremsten Abwärtstrend gab es zuletzt 1944/1945. Die Produktionsmenge in Fabriken und Minen fiel um ein ganzes Prozent. Auch die Auslastungsrate ging erneut zurück. Sie lag im September bei 75,5 Prozent, und damit auf dem niedrigsten Stand seit Juni 1983. Vor den Attacken des 11. September waren Analysten davon ausgegangen, dass ab September eine Trendwende stattfinden würde, Produktion und Auslastung wieder zunehmen würden.

Weiter im Gespräch sind am Dienstag die aktuellen Anthrax-Fälle in New York und Washington sowie die weitere Entwicklung des Krieges in Afghanistan. Viel wichtiger aber dürften, und das freut die Händler, mittlerweile wieder die Unternehmensmeldungen sein. Fünf Wochen nach dem 11. September haben die Unternehmen die Ertragssaison eröffnet. Allein in dieser Woche geben 180 Unternehmen aus dem Pool des S & P 500 ihre Geschäftsergebnisse bekannt. Und mit einem gewissen Abstand zu den Ereignissen haben Management und Analysten ihre Prognosen revidiert und scheinen ein etwas weniger verschommenes Bild von der konjunkturellen Entwicklung der nächsten Wochen und Monate zeichnen zu wollen.

Wenig überraschend sind die positiven Meldungen, die am Morgen aus dem Pharma- und Biotechsektor kommen. Kaum ein Sektor konnte von der Krise derart profitieren wie die Hersteller von Medikamenten und Tests. Pharmariese Johnson & Johnson konnte die Gewinne im abgelaufenen Quartal um 16 Prozent steigern. Das Papier von Johnson & Johnson legt am Morgen leicht zu und notiert nahe seines 52-Wochen-Hochs.

Schwach zeigt sich hingegen am Morgen die Aktie von Caterpillar. Der Konzern hat vorbörslich enttäuschende Zahlen vorgelegt, der Gewinn sei um bis zu 15 Prozent zurück gegangen, so das Management. Die Aktie verliert früh fast drei Prozent.

Zu den stärksten Sektoren der letzten Tage gehören die Finanzdienstleister, und die blicken auch auf einen starken Dienstag. Wells Fargo legt drei Prozent zu. Die fünfgrößte Bank der USA hat den Gewinn im dritten Quartal um 42 Prozent gesteigert und weist ein Plus von 67 Cents pro Anteil aus.

Eine Erholung scheint es für die Chip- und Halbleiterwerte geben. Nach den Montagsverlusten - Analysten sehen den Sektor weitere drei Quartale schwach - ziehen die Werte am Morgen leicht an. Händler warten optimistisch auf den Abend, wenn IBM, Intel und Rambus Quartalsergebnisse bekannt geben. IBM und Intel gewinnen am Morgen, lediglich das vorbörslich heiß gehandelte Papier von Rambus muss Gewinne abgeben und notiert zur Stunde leicht im Minus.

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