Positive Reaktion auf Dialogbereitschaft
EU-Kommissar begrüßt Diskussion ums Klonen

Die EU-Kommission hat anlässlich der Entscheidung des britischen Unterhauses für das Klonen von Embryos zu therapeutischen Zwecken die neue Dialogbereitschaft der politisch Verantwortlichen über die Wissenschaft begrüßt.

dpa BRÜSSEL. Der für Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin sagte am Mittwoch in Brüssel, damit erhalte die Forschung ihren angemessenen Platz auf der politischen Tagesordnung. "Wir brauchen in Europa einen Dialog zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft auf dem Gebiet der Wissenschaft vom Leben, wobei die ethischen Fragen aufgeworfen werden und diejenigen, wie man verantwortlich mit den Forschungsergebnissen umgehen kann", sagte der Kommissar.

Eine positive oder negative konkrete Äußerung zum britischen Abstimmungsergebnis vermied der Kommissar. Er sagte lediglich, dies sei ein Beispiel kultureller Vielfalt in Europa, die sich auf demokratische Weise ausdrücke. "Die Kommission hat nicht die Absicht, auf dem Gebiet der Ethik zu reglementieren oder zu harmonisieren, und sie respektiert die Vielfalt der Kulturen und Standpunkte in Europa", erklärte die Kommission weiter.

Dagegen nannte die Abgeordnete der Grünen im Europaparlament, Hiltrud Breyer, die britische Entscheidung einen "ethischen Dammbruch". Das Schaffen von Leben für Forschungszwecke sei ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese zeigte sich entsetzt. Er verlangte von den EU-Staats- und Regierungschefs, auf ihren britischen Kollegen Tony Blair einzuwirken, damit das Gesetz nicht angewandet wird.

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