Positive Resonanz auf neuen "7er": BMW hält Versprechungen mit Rekordergebnis

Positive Resonanz auf neuen "7er"
BMW hält Versprechungen mit Rekordergebnis

Der bayerische Autohersteller BMW hat unbeeindruckt von der Krise in der Branche im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Gewinn eingefahren und damit seine eigenen Versprechungen eingehalten. Der Umsatz sei trotz der Trennung von der Marke Rover um 7,1 % auf 37,85 Mrd. ? gestiegen, teilte BMW am Montag in München mit.

Reuters MÜNCHEN. Die Umsatzrendite von "deutlich mehr als 6 %" vor Steuern bedeutet ein Ergebnis von weit mehr als 2,3 (2000: 1,66) Mrd. ?. Auch in diesem Jahr wolle der Konzern sich von der Flaute auf dem Automarkt absetzen, erklärte Vorstandschef Joachim Milberg in einem Aktionärsbrief. Die BMW-Aktie stieg am Vormittag um 2,6 % auf 39,50 ?.

Trotz milliardenhoher Investitionen in den neuen "Mini", in die Einführung der 7er-Reihe und in das geplante Werk in Leipzig hat BMW allein im Kerngeschäft mit Automobilen (ohne Motorräder, Leasing und Finanzierungen) nach eigenen Angaben 2001 über 2,38 Mrd. ? verdient. Genaue Ergebniszahlen will BMW erst am 19. März auf der Bilanzpressekonferenz nennen. Der Umsatz mit BMW und "Mini" wuchs um 13 % auf 33,51 Mrd. ? und machte damit den Wegfall der ein Jahr zuvor abgegebenen Marke Rover mehr als wett. Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass die Zuwächse im vierten Quartal mit 4 % eher verhalten ausgefallen seien. Seine Investitionen erhöhte BMW um fast ein Drittel auf 2,82 Mrd. ?.

Auch für 2002 äußerte sich der scheidende Vorstandschef im Aktionärsbrief zuversichtlich: "Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen 2002 den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen wird." Die Premium-Segmente der Autobranche, in denen BMW sich heimisch fühlt, entwickelten sich weiter überdurchschnittlich, erklärte er. Für ein eher konservatives Unternehmen wie BMW drücke diese Aussicht beträchtlichen Mut aus, sagte Analyst Markus Plümer von WestLB Panmure. "Das kann alles heißen", gab Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler hingegen zu bedenken. Das erste Quartal 2002 werde nur leichtes Umsatzwachstum bringen.

Optimistisch stimmt BMW dabei der Erfolg der Neuauflage des Kultautos "Mini". Der im Sommer in Europa eingeführte britische Kleinwagen sei binnen knapp sechs Monaten 24 980 Mal verkauft worden. Die Produktion im englischen Oxford hat BMW angesichts der enormen Nachfrage auf rund 125 000 Exemplare pro Jahr von zunächst geplanten 100 000 ausgebaut. Bis Jahresende 2001 seien 42 395 "Mini" gebaut worden, anvisiert hatte BMW rund 35 000. Im Frühjahr soll der Mini auch in den USA und anderen Regionen auf den Markt kommen.

Auch der nach der Markteinführung im November in Fachkreisen skeptisch gesehene neue "7er" sei bei den Kunden auf eine sehr positive Resonanz gestoßen, teilte BMW mit. In den ersten zwei Monaten seien rund 3 000 Stück ausgeliefert worden. "Das wäre ein Erfolg. Das Feedback von den Kunden scheint nicht schlecht zu sein", sagte Plümer dazu. Mit einem regelrechten Flop habe aber ohnehin niemand gerechnet.

Mit 905 657 verkauften Fahrzeugen, 10 % mehr als ein Jahr zuvor, übertraf BMW im Konzern seine Zielmarke von 900 000 Autos. Den stärksten Zuwachs verzeichnete BMW in den USA (12,5 %), aber auch auf dem rückläufigen deutschen Markt wurden mit 240 910 Einheiten immerhin 300 BMW mehr verkauft als ein Jahr zuvor. In den nächsten sechs Jahren will BMW die Verkaufszahlen um ein Drittel auf 1,2 Millionen Fahrzeuge steigern. Seine Produktion baute BMW noch stärker aus, um 13 % auf 946 730 Einheiten. Darin spiegeln sich sowohl die höheren Ausfuhren in die USA als auch die neuen Modelle von "Mini" und "7er" wider, mit denen erst einmal die Händler ausgestattet werden mussten.

Dazu kamen im vergangenen Jahr 100 213 Motorräder (plus 7,1 %), die BMW als einziger der großen Automobil-Hersteller ebenfalls produziert. Der Motorrad-Absatz wuchs um 17 % auf 95 327 Einheiten und erzielte zum neunten Mal hintereinander einen Rekord. Mit 1,06 Mrd. ? Umsatz (plus 14 %) übertraf BMW erstmals die Schwelle von 1 Mrd. ?.

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