Positive Signale für die Eröffnung in USA
Europas Börsen wieder fester

Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag zunächst die Talfahrt vom Vortag fortgesetzt, sich aber im Verlauf etwas erholt und gegen Mittag mehrheitlich fester tendiert. Freundliche US-Futures, die eine festere Eröffnung der US-Leitbörsen signalisieren, heben die Stimmung.

Reuters FRANKFURT. Der DJ Stoxx50-Index notierte 0,5 % fester auf 2539 Zähler. Zunächst sei der Druck einmal mehr von den schwachen Vorgaben der US-Börsen vom Vortag gekommen, sagten Händler. Zudem belasteten Sorgen über den Wirtschaftsentwicklung in den USA auch die hiesigen Märkte, hiess es weiter. Aber freundliche US-Futures, die eine festere Eröffnung der US-Leitbörsen signalisierten, hätten die Stimmung gehoben und einige Investoren zu Käufen angeregt.

Grösste Verlierer waren Medienwerte. Der DJ Stoxx50-Subindex des Sektors büßte 1,4 % ein. Die Titel des britischen Werbeunternehmens WWP Group gaben über 4 % nach. Händler verwiesen auf Befürchtungen, wonach es in den Bilanzen einzelner Medienunternehmen zu Unregelmässigkeiten gekommen sein könnte. Am Vortag hatte die US-Werbe- und Marketingfirma Interpublic Group angekündigt, die Vorlage des Ergebnisses zum zweiten Quartal um eine Woche zu verschieben, um dem Kontrollausschuss mehr Zeit für die Überprüfung der Zahlen zu gewähren. Die Rückversicherer Swiss Re und Munich Re führten die Gewinnerliste der Blue Chips an. Vericherungen wie Zurich Financial und Aviva verzeichneten hingegen Kursrückgänge.

London

Die Londoner Börse notierte nach einer Berg- und Talfahrt schwächer. Der FTSE 100-Index verlor 0,5 % auf 3974 Zähler. Unter Druck standen einmal mehr Versicherer. Aviva büssten rund drei % ein. Friends Provident gaben über 3 % nach. Im Fokus der Anleger standen die Titel des Werbekonzerns WPP, die über 4 % nachgaben. Händler verwiesen auf Konjunktursorgen sowie beunruhigende Nachrichten des US-Werbeunternehmens Interpublic vom Vortag. Zu den Gewinnern zählten die Versorger und Tabakkonzerne. Centrica stiegen 6 % und International Power legten 3 % zu. BAT kletterten 3,4 %.

Zürich

Die Schweizer Aktien haben sich am Dienstag im Verlauf von einer schwachen Eröffnung erholt und zu Mittag fester notiert. Händler sprachen von einer technischen Erholung in einem stark überverkauften Markt. Der SMI-Index notierte um 1,4 % fester bei 4915 Punkten, nachdem er zunächst bis auf 4676 Zähler abgesackt war. Während sich ein Grossteil der Aktien von den jüngsten Verlusten etwas erholten, neigten angeschlagene Werte wie CS Group und Zurich weiter zur Schwäche. Andere Banken und Versicherer dagegen zogen markant an. Von Übernahmespekulationen erfasst gewannen ABB knapp 3 %. Nach anfänglicher Schwäche zogen auch Nestle an und gewannen drei Prozent. Nestle teilte mit, sie übernehme für 2,6 Mrd. $ den US-Tiefkühlkostspezialisten Chef America.

Paris

Der CAC-40-Index der Börse Paris notierte 0,1 % fester auf 3119 Punkte. Händler sprachen angesichts der frühen Verluste von einem volatilen Handel. Als Belastung erwiesen sich die Titel des Kosmetikunternehmens Clarins, die nach einer Gewinnwarnung vom Montag über 15 % einbüssten. Unterstützung habe der Markt von der Bank Dexia erhalten. Dexia stiegen über 4 %. Zuvor hatte die Bank besser als erwartet ausgefallene Zahlen auf vorläufiger Basis bekannt gegeben. Davon hätten auch andere Finanz- und Versicherungswerte profitiert. Axa gewannen über 3,5 %.

Benelux

Die Börse Amsterdam und Brüssel notierten uneinheitlich. In Amsterdam gewann der AEX-Index 0,77 % auf 326 Zähler, während der Brüsseler Bel20-Index über 0,5 % schwächer auf 2037 Punkte notierte. In Amsterdam sorgten die jüngst arg gebeutelten Finanz- und Versicherungswerte für Auftrieb. Fortis und Ing gewannen jeweils über 2 %. Im Fokus der Anleger standen die Titel des Stellenvermittlers Randstand, die nach der Vorlage von besser als erwarteten Zahlen zum zweiten Quartal und einem zuversichtlichen Ausblick für das laufende Quartal über 12 % kletterten.

Mailand

In Mailand legte der Mib30-Index 0,4 % auf 23 956 Zähler zu. Unterstützung sei von den jüngst unter Druck geratenen Versicherern gekommen. Generali kletterten zeitweise über 2 %. Alleanza stiegen 2,3 %. Unter anhaltendem Druck standen die Titel des TV-Unternehmens Mediaset, die 1,2 % fielen. Sorgen, der Medienkonzern könnte sich am Bieterwettbwerb um die insolvente deutsche Kirch Media beteiligen, hätten den Wert weiterhin belastet, sagten Händler.

Madrid

An der Börse Madrid legte der Ibex-35-Index 0,8 % auf 6005 Zähler zu. Als Kurstreiber nach oben erwiesen sich die Aktien der beiden Bankenschwergewichte Santander Central Hispano und BBVA, die über zwei und 1,4 % zulegten. In der Gunst der Anleger standen auch die Titel des Energiekonzerns Repsol YPF, die über 0,7 % vorrückten.

Skandinavien

Die nordischen Aktienbörsen notierten fester. DJ StoxxNordic-Index gewann 1 % auf 217 Zähler. Als kursstützend hätten sich die Verlierer vom Vortag erwiesen, sagten Händler. Ericsson, die am Montag infolge der negativen Kommentaren von Deutsche Bank und CSFB einen Kurseinbruch erlitten hatten, kletterten über 5 %. Gesucht waren auch die Papiere des Konkurrenten Nokia, die über 2 % vorrückten. Auch die Titel des schweizerisch-schwedischen Elektrotechnikkonzerns ABB waren wieder gefragt. ABB gewannen rund 6 %. Am Vortag hatte der Wert über 12 % verloren.

Wien

Der Wiener ATX-Index baute die Vortagesverluste weiter aus und büsste 1 % auf 1104 Zähler ein. Erste Bank gaben über 1,3 % nach. Telekom Austria verloren rund 1 %. Für etwas Aufhellung sorgten die Titel von VA Technologie, die über 2,7 % stiegen.

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