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Positive Stimmung

Zum Wochenschluss dürfte sich die Wall Street noch einmal freundlich präsentieren. Vielversprechende Zukunftsprognosen bei Sun Microsystems, Cisco Systems und VA Linux sorgen für positive Stimmung und treiben die Futures ins Plus. Unterstützende Impulse von dem Schlachtfeld der US-Präsidentschaftswahlen sind vor Wochenschluss nicht mehr zu erwarten.

Zwar entschied der Florida Supreme Court gestern, dass zumindest zwei Counties die Stimmzettel per Hand nachzählen müssen. Erst heute wird aber geurteilt, ob der Florida Supreme Court die Innenministerin Floridas, Katherine Harris, überstimmen kann. Sie hatte zur Wochenmitte entschieden, dass per Hand ausgezählte Ergebnisse nicht mehr berücksichtigt würden. Ein Ergebnis der Wahlen ist nicht vor Anfang nächster Woche zu erwarten.



Die schlechten Nachrichten über DaimlerChrysler reißen nicht ab. Nach Analystenabstufungen und der Gewinnwarnung für das vierte Quartal notiert die Aktie am Freitag auf einem neuen 52-Wochentief. Vor der Börsenöffnung in New Yorker kam aus Unternehmenskreisen das Gerücht, dass der Vorstand plant, wenigstens einen Teil von Chrysler wieder abzustoßen. Eine Möglichkeit wäre, einen großen Teil der Chrysler-Sparte als separate Aktie an die US-Börse zu bringen, um US-Anleger zurückzugewinnen. In einer Telefonkonferenz mit Anlegern und Experten hat der Serverhersteller Sun Microsystems zwar nicht wie von Vielen erhofft seine Aussichten nach oben korrigiert. Doch die Nachfrage nach den Produkten hält ungebrochen an und auch die Lagerbestände nehmen ab. Das hören Investoren gern, da in der vergangenen Zeit Bedenken aufgekommen sind, Computerherstellern könnten Absatzschwierigkeiten bevorstehen. Sun Microsystems verspricht außerdem, die Gewinn- und Umsatzschätzungen für das erste Quartal des kommenden Geschäftjahres zu erfüllen.



Cisco

Systems erfreut sich vorbörslicher Beliebtheit. Der größte US-Hersteller von Datennetzzubehör werde nach eigenen Aussagen den Angriffen von Konkurrent Juniper Networks standhalten. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Marktanteile an seinen Rivalen abgab, soll die Phase - zumindest für die kommenden zwei Monate - gestoppt werden.



VA Linux steigt vorbörslich. Der Hersteller von Soft- und Hardware für das Linux Betriebssystem hat gestern einen Verlust von 15 Cents pro Aktie gemeldet. Damit hat das Unternehmen die allerdings schon reduzierten Analystenschätzungen erfüllt. Die Zukunftsaussichten des Unternehmens sehen zufolge des Unternehmens rosig aus. Ende des kommenden Jahres will man in die Gewinnzone vorstoßen.



Intel

wird am Montag seinen neuen Pentium Chip IV vier auf den Markt bringen. Damit will der größte Chiphersteller der Welt seinem Konkurrenten Advanced Micro Devices im Rennen um den schnellsten PC Chip der Welt zuvorkommen. Intel tendiert vorbörslich stärker.



Die Fast-Food-Kette McDonald?s wird im März zwei Hotels in der Schweiz eröffnen. Mit den in rot-gelb gehaltenen vier Sterne Hotels richtet sich der Burger-Konzern vor allem an Geschäftsreisende, denen "Big Mac" Betten angeboten werden. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, will McDonald?s auch in anderen Ländern weitere Hotels eröffnen. In einigen Ländern, darunter Portugal und Österreich, soll im kommenden Jahr ein Kaffee-Bar-Konzept namens McCafe getestet werden.



Starbucks

und BellSouth verlieren vorbörslich an Wert. Die Kaffeehauskette Starbucks erwirtschaftete im vergangenen Quartal einen Gewinn von 22 Cents je Aktie und erfüllte damit die Erwartungen der Experten. Investitionen in Höhe von 42,3 Millionen Dollar in vier Internetunternehmen hatten dem Ergebnis geschadet. Die Umsätze stiegen im vergangenen Quartal um 23 Prozent auf 582 Millionen Dollar. Erwartet worden waren 600 Millionen Dollar. Nachdem der Titel gestern in Erwartung guter Quartszahlen auf einem neuen 52-Wochenhoch schloss, verliert das Papier heute vorbörslich.



BellSouth stutzt seine Zukunftsprognosen. Der Ortsgesprächanbieter wird im kommenden Jahr den Gewinn statt um die ursprünglich erwarteten 13 bis 15 Prozent nur um sieben bis neun Prozent steigern. Anleger erfreut die Nachricht verständlicherweise nicht.

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