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Positive Stimmung

Jeden Tag eine neue Gewinnwarnung. Gestern Abend riss Intel die Anleger nachbörslich aus ihrer Feierabendstimmung. Der weltgrößte Chiphersteller warnte für das vierte Quartal. Doch offensichtlich haben sich die Investoren an schlechte Nachrichten schon gewöhnt. Die Anleger zeigen sich vorbörslich in einer großzügigen Stimmung. Sowohl die S&P Futures als auch die Nasdaq Futures deuten auf einen guten Handelsstart.

Positiv nimmt die Wall Street am Morgen die Arbeitsmarktdaten auf. Die Zahlen deuten mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent auf eine langsame Konjunkturabkühlung. Gegenüber dem Rekordtief im Oktober ist die Quote um 0,1 Prozent gestiegen. Des Weiteren wurden weniger neue Stellen geschaffen als prognostiziert worden ist. Allerdings resultiert der moderate Anstieg neuer Stellen vor allem aus dem Rückgang staatlicher Arbeitsplätze um 54.000. Im privaten Sektor sind die Arbeitsstellen um 148.000 gestiegen. Es lässt sich keine wirkliche Entspannung aus den Daten ablesen, doch der Lohndruck ist mit einem leichten Anstieg auch nicht deutlich größer geworden. Auf eine höhere Arbeitslosenquote hat die Wall Street schon seit längerem gewartet. Investoren hoffen, dass die US-Notenbank nun in naher Zukunft die Zinsen senkt.



All zu überrascht können die Anleger nicht gewesen sein, als Intel die Anleger gestern Abend auf die enttäuschenden Geschäftszahlen des vierten Quartals vorbereitete. Nach Veröffentlichung der Gewinnwarnung notierte die Aktie weiterhin im Plus. Vor Handelsbeginn pendelt das Papier um den Vortagesschlussstand. Die negativen Nachrichten sind im Kurs bereits schon enthalten.



Der größte Chiphersteller der Welt konnte den Umsatz im vierten Quartal voraussichtlich nicht im gewünschten Maße steigert. Statt des erwarteten Umsatzwachstums von acht Prozent sollen die Verkaufszahlen nur um vier Prozent gestiegen sein. Bereits im September-Quartal hatte die Umsatzentwicklung die Anleger enttäuscht. Intel begründet die schleppende Umsatzentwicklung damit, dass einzelne Kunden ihre Aufträge storniert hätten.



Auch den Konkurrenten Intels scheint die Nachricht nicht zu schaden. Der größte Konkurrent Advanced Micro Devices legt vorbörslich an Wert zu. Micron Technology, der weltgrößte Hersteller von Computer-Speicher-Chips, ist bei den Anlegern vor Handelsbeginn ebenfalls beliebt.



Kurseinbußen hinnahmen müsste dagegen Coca Enterprises, -Cola das Abfüllunternehmen des bekanntesten Limonadenherstellers der Welt, trübt die Stimmung am Morgen mit pessimistischen Prognosen. Statt des erwarteten Gewinns von 68 Cents pro Aktie wird das Unternehmen 2001 nur einen Gewinn von 60 Cents pro Aktie erwirtschaften. Das Unternehmen rechnet mit geringerer Nachfrage in Kanada und Nordamerika. Coca Cola Enterprises füllt rund 74 Prozent der Coca Cola-Dosen und-Flaschen ab und verliert vor Handelsbeginn an Wert.



Vorbörslich schwächer notiert Emulex. Der Hersteller von Computerkarten will den Netzwerkanbieter Giganet für 645 Millionen Dollar in Aktien übernehmen. Den Anlegern gefällt das Vorhaben nicht. Sie strafen die Aktie mit Kursverlusten.



Der Kurs von Novellus dürfte sich bis Jahresschluss verdoppeln. Das schreibt die Business Week in ihrer letzten Ausgabe. Der Hersteller von Komponenten für die Chipproduktion könne sich über steigendes Auftragsvolumen freuen. Der Wert der Aktie hat sich seit September fast halbiert.

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