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Positiver Mittag

Pünktlich zum Mittagessen haben sich die New Yorker Börsenindizes in die Gewinnzone begeben. Ob die Investoren ihre bärische Phase endlich überwunden haben, ist fraglich. Besorgnis vor weiteren Gewinnwarnungen brodelt nach wie vor in den Köpfen der Anleger. Weiterer Unsicherheitsfaktor an New Yorks Börsen ist der Euro. Nachdem die Dänen wohl ersten Prognosen zufolge gegen die Gemeinschaftswährung abstimmen, befürchten die Börsianer, dass hier in den USA das Vertrauen in den Euro schwindet.

Manchmal kommt es anders als man denkt. Am Mittwoch Nachmittag waren noch Gerüchte aufgekommen, dass Procter & Gamble an den Konsensschätzungen vorbeischrammen wird. Heute kommt die Entwarnung. Wie das Management auf einem Analystentreffen in New York mitteilt, werden die Erwartungen erfüllt. Procter & Gamble erhöht sogar die Gewinnaussichten für das nächste Jahr von 3,16 auf 3,25 Dollar pro Aktie. Augenblicklich führt Procter & Gamble den Dow Jones Index an.



Der gesamte Glasfaser-Sektor gerät heute unter Druck. Grund: Sanford Bernstein stuft die beiden Netzwerkausstatter Cisco und Nortel von "Market outperformer" auf "Market performer" ab. Die Telekom-Konzerne würden ihre Ausgaben für den Aus- und Aufbau ihrer Netzwerke zurückschrauben. Cisco verliert.



Glasfaser-Spezialisten und Komponenten-Lieferanten JDS Uniphase und Ciena halten sich trotz Abstufung derzeit ganz wacker.



Auf der Verliererseite des Dow Jones Index steht Coca-Cola. Der Getränkeriese hatte sich zu früh gefreut. Erst am Mittwoch gab Coca-Cola ein Wachstumsziel von sechs bis sieben Prozent aus, was sich jetzt als unrealistisch rausstellt. Keine Probleme sieht das Management für das laufende Jahr, da der Konzern für 2000 gegen Währungsschwankungen abgesichert sei. Etwa 23 Prozent des Umsatzes kommen aus Europa. Analysten von Morgan Stanley Dean Witter haben sich ebenfalls skeptisch geäußert, ob Coca-Cola das ursprünglich gesteckte Wachstumsziel im nächsten Jahr erfüllen kann.



Das Web-Hosting Unternehmen Exodus übernimmt Global Crossings Spin Off GlobalCenter für 6,5 Milliarden in Aktien. Durch den Neuerwerb mausert sich Exodus zum größten Web-Hosting-Unternehmen der Welt. Die Vereinbarung zwischen den beiden Konzernen soll Exodus unter anderem verpflichten, in den kommenden zehn Jahren die Dienste von Global Crossing im Gegenwert von vier Milliarden Dollar zu nutzen. Experten meinen allerdings, Exodus kaufe viel zu teuer ein. Global Crossing profitiert von dem Deal und steigt. Exodus verliert um fast 13 Prozent.



Nach einem Einbruch bei den Dotcoms bekommt Yahoo! heute Unterstützung von Bear Stearns. Das Analystenhaus bekräftigt seine Kaufempfehlung. Gestern war der gesamte Internetbereich unter Druck geraten, nachdem Internetauktionator Priceline eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte und fast die Hälfte seines Marktvolumens einbüßen musste.

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