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Positives Echo in Deutschland auf Ergebnis der WTO-Verhandlungen

(dpa-AFX) Berlin - Die Einigung der Welthandelsorganisation WTO auf einen weiteren Abbau von Subventionen und Zöllen findet bei Politik und Wirtschaft in Deutschland ein positives Echo. "Damit hat die WTO die schwere Krise überwunden, in die sie bei der letzten Ministerkonferenz in Cancún geraten war", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ludolf von Wartenberg, am Montag. Allerdings sei dies noch keine Garantie für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen.

(dpa-AFX) Berlin - Die Einigung der Welthandelsorganisation WTO auf einen weiteren Abbau von Subventionen und Zöllen findet bei Politik und Wirtschaft in Deutschland ein positives Echo. "Damit hat die WTO die schwere Krise überwunden, in die sie bei der letzten Ministerkonferenz in Cancún geraten war", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ludolf von Wartenberg, am Montag. Allerdings sei dies noch keine Garantie für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen.

Als "strategischen Befreiungsschlag" würdigte der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) die Vereinbarung. Sie stelle eine brauchbare Grundlage für die weitere Liberalisierung des Welthandels dar. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) begrüßte den vereinbarten Abbau der Agrarsubventionen. Die Beschlüsse müssten nun auch in die Tat umgesetzt werden. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dagmar Wöhrl, nannte die Einigung einen Erfolg sowohl für Industrie- als auch Entwicklungsländer.

Subventionsabbau

Die Wirtschaftsexpertin der Grünen, Michaele Hustedt, sagte, die Abschaffung der Subventionen für den Agrarexport werde "neue Chancen für die Bauern der Entwicklungsländer schaffen". Die FDP-Experten Gudrun Kopp und Michael Goldmann meinten, mit dem Ergebnis sei nun der "Weg frei für einen erfolgreichen Abschluss" der Verhandlungen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, würdigte Verbesserungen "für die Landwirtschaft in Europa wie in den Entwicklungsländern".

In der Vereinbarung verpflichten sich die Industrieländer zum Abbau von handelsverzerrenden Subventionen und Zöllen. Exportförderungen sollen völlig wegfallen und nationale Beihilfen abgebaut werden. Gleichzeitig wurde eine größere Öffnung der Märkte für Industriegüter und Dienstleistungen vereinbart.

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