Positve Konjunkturdaten aus Übersee
Autonachfrage treibt US-Einzelhandelsumsatz an

Die weiter große Nachfrage nach neuen Autos hat in den USA die Umsätze der Einzelhandelsunternehmen im Juli erneut deutlich steigen lassen. Nach Einschätzung von Analysten dürfte die Statistik die US-Notenbank (Fed) am Dienstag von einer Zinssenkung abhalten.

Reuters WASHINGTON. Nach Angaben des US-Handelsministeriums haben die US-Einzelhändler im Juli ihren Umsatz entsprechend der Prognosen von Analysten um 1,2 % nach einem Plus von revidiert 1,4 % im Vormonat erhöht. Im Vorjahresvergleich hätten sie ihre Umsätze um 4,8 % ausgeweitet. Die Branche habe im Juli 304,28 Mrd. $ nach 300,75 Mrd. $ im Juni umgesetzt. Ohne die Automobilbranche setzte der Einzelhandel im Juli 0,2 % mehr um. Dies entsprach ebenfalls genau den Prognosen der Analysten.

Der Auto-Absatz wuchs nach den Zahlen des Ministeriums wie schon im Juni wieder um 4,2 %. Nach wie vor werben die US-Autokonzerne mit Null-Prozent-Krediten um Kunden, um so ihre Verkäufe zu steigern.

Viele Analysten bewerteten die Zahlen als positiv. Damit sollten die Erwartungen, die Fed könnte bereits bei ihrem Treffen am Dienstag die Zinsen von derzeit 1,75 % senken, weiter zerstreut worden sein. Der Bericht des Ministeriums werde aber ein Schlüssel-Faktor bei den Beratungen der Fed über ihre Zinspolitik sein.

"Dieser starke Bericht sollte der Nagel in den Sarg der Notwendigkeit einer weiteren Zinssenkung sein", sagte Richard Yamarone, Chefvolkswirt der Argus Research Corp in New York. "Die Zahlen sind eine Erinnerung, dass die Verbraucher noch nicht tot sind", sagte Christopher Low, Chefvolkswirt bei FTN Financial in New York. Daraus lasse sich aber auch schließen, dass die Konsumenten Geld für neue Autos zu Lasten aller anderen Dinge ausgeben, fügte er hinzu. Den Daten des Ministeriums zufolge blieb die Auto-Nachfrage im Juni zwar lebhaft, doch schränkten die Verbraucher ihre Ausgaben unter anderem für Möbel, Elektronik oder Kleidung ein.

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